„führe ich mit mir davon, überlasse ihnen die Stadt,„und wundre mich dann noch, wenn sie sich wider„mich empören." So sprach Cyrus, wie er es dachte,und Krösus, der eine Vertreibung der Sarder aus ihrenWohnsitzen- befürchtete, antwortete: „Es ist wahr-scheinlich, König, dafs es so kommen wird, wie du„sagst. Aber Jafs dich doch nicht ganz durch deinen„Unwillen lenken, und zerstöhre nicht eine alte Stadt,„die an allem was vorher und jetzt geschehen ist,„keine Schuld hat. Denn das Vorhergehende habe ich„gethan, und die Strafe dafür trifft mein eigen Haupt;„das Gegenwärtige that Paktyes, dem du Sardis anver-,,traut hast, und nun mufst du diesen strafen. Den„Lydern seihst vergieb, und damit sie sich nicht wie-„der gegen dich empören, und dir furchtbar weiden„können, verbiete ihnen für die Zukunft kriegerische„Waffen zu führen, befiehl ihnen Westen unter ihren»,Überkleidern zu tragen, und sich hohe Socken unter„die Füfse zu binden. Lasse sie die Zitter spielen,„und ihre Kinder zu Tänzern und Gastwirthen erzie-„hen und gewifs, du wirst bald sehen, dafs sie aus„Männern zu Weihern werden, und dals du keinen„Aufruhr weiter vin ihnen zu besorgen brauchst."
Krösus gab ihm einen solchen Rath, weil er diese^Beschränkung ihrer Freyheit als zuträglicher für dieLyder ansah, als wenn sie ganz zu Sklaven verkauftwerden .sollten, und weil er wohl wufste, dafs er denKönig nicht von seinem Entschluß würde abbringenkönnen, wenn er ihm keine den Umständen angemefsneVorschläge entgegen zu setzen wüfsle. Zudem furch-