Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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der Akarnanier, ein Wahrsager, vor ilm hin und weis-sagte ihm mit folgenden Worten in sechsfufsigenVersen:

Siehe, das Garn ist geworfen, und ausgespannt sind die

Netze;Während der mondlicliten Na ehr, da werden die Thynen

erhaschen."

So sprach er in göttlicher Begeistrung. Pisistra- G3tus fafste die Weifsagung, und sagLe, dafs er den Aus-spruch auf sich deuten wollte; dann liefs er sein Heergegen die Athenienser, aus der Stadt vorrücken. Diesehalten zu der Zeit ehen das Mittagsmahl eingenommen,und wollten nun noch würflen, oder sich zur Ruhe be-gehen, so dafs sie Pisistratus, als er sie jetzt angriff,in die Flucht schlug. Darauf fafste er aber, währendsie noch flohen, einen ungemein weisen Entschlufs,damit sie sich nicht wieder sammlen, sondern zerstreutbleiben möchten. Er liefs seine Söhne ein Paar Pferdebesteigen, und schickte sie voraus, damit sie den Flie-henden, die sie einholten, den Auftrag des Pisistratuskund thun möchten: dafs sie Muth fassen, und sichein jeder wieder nach Hause begeben sollten. Da dieAthenienser sich hiezu willig finden liefsen, bemäch-tigte sich Pisistratus zum drittenmale der Herrschaftüber Athen. Und nun gab er seiner Macht Festigkeit,theils durch viele Hülfstruppen, theils durch Geld,welches ihm sowohl aus der Stadt selbst, als vomStrymon her zufiofs und nicht minder dadurch, dals erdie Söhne der Athenienser, die geblieben waren, und