Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
20
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men, in der Absicht, gegen dich und Sardis zu Feldezu ziehen." Und: ,,Mochten uns dies die Götter,,gewähren, dafs die Insulaner zu Pferde gegen derLyder Sühne anrücken wollten," rief der König aus;der alles für Ernst aufnahm. Aber jener antwortete:,,Ich glaube es wohl, dafs es dein einstlicher Wunschseyn mag, die Insulaner zu Pferde auf dem festenLande angreifen zu können, denn du würdest deinenVortheil dabey linden. Aber was glaubst denn du,dals die Insulaner, sobald sie hörten, dafs du eineFlotte gegen sie ausrüstest, sich besseres gewünscht, haben, als dich, gerüstet wie sie 'sind, zur See au-fgreifen, und die Hellenen des festen Landes, die duunterjocht hast, rächen zu können?'' Diese letztenWorte sollen dein Krösus ungemein gefallen haben,und auf des Bias Rath, der ihm so sehr vernünftig zuseyn schien, stellte er den Schiffbau ein, und schlofsnachher ein Freundschaftsbündnils mit den IonischenInsulanern.

So waren beynahe alle Völker diesseits des Ha- 23lys *) schon durch den Krösus besiegt, dem Lydischen 29Scepter unterworfen, und Sardis blühte in Rcichthum;da besuchten es nach und nach alle Hellenischen Phi-losophen der damaligen Zeit, ein jeder wie ihn seineHeise durch diese Gegenden führte. Unter diesen

*) Denn die Cilicier und Lycier ausgenommen,. haue Krö-sus die übrigen alle, das heifst, die Phrygier, Mysier,Mariändyner, Chalyber, Papklagoner, Thracier, die Thy-nier und Bilhynier, die Kavier, Ioner, Dorier, Acolierund Pamphylier, seiner Herrschaft unterworfen.