26lungen, Werke der Wohlthätigkeit zu ver-richten.Wendet nicht ein, meine Fr., dazu be-dürfe es keiner solchen Anstalt, einjeder könne aus sich Werke der Wohlthätig-keit verrichten, und habe keinen Vormundnöthig. So scheinbar der Einwurf auch seynmag, so leicht läßt er sich doch entkräften.Denn abgeſehen davon, daß der Zweck derArmenanstalt mit dahin geht, den Müßiggän-ger zum Fleiß und eigenen Erwerb anzuhal-ten, und daß es dabei einem jeden unbenom-men bleibt, für sich fernerhin im stillen wohlzu thun: so bedenket doch,Welcher Unannehmlichkeiten, Mühe undBeschwerden ihr in Zukunft überhoben seid,sobald die allgemeine Armenpflege errichtetist. Traurig war doch jederzeit der Anblick,wenn man die Armen in unsrer Stadtin der Hauptstadt des Landes! — haufen-weise, in zerlumpten Kleidern, im Wind undWetter, in der drückendsten Hitze und in derbittersten Kälte, herumgehen und betteln sah;der Blinde sich von einem Hause zum an-dern führen ließ; der Lahme auf seiner Krücke
Druckschrift
Die zu errichtende allgemeine Armenanstalt in Düsseldorf nach dem von der Hauptverwaltung erhaltenen Auftrage am letzten Sonntage im Oktober 1800 öffentlich angezeigt und empfohlen
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Seite
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