321den nöthigen Kenntnissen ausgerüsteten Geist;anstatt zu unterrichten, verwirrten! Wievielewürden auf der Bahn der Tugend, den erkann-ten Grundsätzen der Religion und der Wahrheittreu geblieben seyn, wenn sie sich hätten über-winden können, Bücher, die erst ihren Lüstenschmeichelten, und dann ihren Verstand verwirr-ten, entweder gar nicht, oder doch nur mit dernöthigen Vorsicht zu lesen! — Aber ein nochweit kräftigeres und sichereres Mittel, unsere Her-zen gegen die Gefahr fremder und falscher Lehrenzu schützen, und uns selbst fest in guten Grund-sätzen zu machen, wird unstreitig darinn bestehen,wenn wir uns immer mehr daran gewöhnen, dieAussprüche des klaren gesunden Verstandes, undunſeres Gewiſſens; bey uns gelten zu laſſen.Jener sagt uns, daß das, was in seinen Früch-ten, in seinen Folgen und Wirkungen, allge-mein schädlich und verderblich ist, unmöglich un-fere Achtung und Ehrfurcht verdienen könne, mitso viel blendendem Witze es auch vorgetragenseyn mag; und dieses gebietet uns, das allesmit Widerwillen und Abscheu zu verwerfen, wasauf irgend eine Weise unsere oder die allgemei-ne Wohlfarth gefährdet. Und können wir beydiesen Vorschriften unseres Verständes und Ge-wissens noch einen Augenblick zweifelhaft blei-ben, wie wir uns gegen die Gefahr fremder undverführerischer Lehren am besten bewaffnen undunſe⸗
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3 (1800)
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321
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