288liche Bestimmung und Würde? Stimmen siemit dem Glauben an Gott, an Jesum, an dieMenschheit, der für unser Geschlecht, für Tugendund Sittlichkeit so unaussprechlich wohlthätigist, überein? Wirken sie demselben wenigstensnicht entgegen? Werden also auch dadurch gu-te, redliche, uneigennützige, edle und standhafteMenschen gebildet? Menschen die ihre Würdedurch gemeinnützige Tugend, durch gewissenhafteBerufstreue, durch unermüdeten standhaften Ei-fer im Guten, in der Beförderung des allgemei-nen Besten, behaupten? Menschen, welche für:die heilige Sache der Wahrheit und Tugend,der Freyheit und Wohlfarth ihrer Brüder alles,selbst das Leben aufzuopfern bereit sind? Odermüsset ihr nicht so oft von ihnen, Lehren, Mei-nungen, Grundsätze hören, welche ebensowohljenen Glauben, als die menschliche Tugend undWürde vernichten? Welche nur in einem frechenLeugnen den Menschen beruhigender, veredelnder,erhebender Wahrheiten bestehen? Welche dieLüste entflammen, und allenthalben des Lastersvölligste Herrschaft durch schaamlose Frechheitausbreiten? Welche alle Bande der Chrfurcht,des Gehorsams, der Liebe und Treue zwischenden Völkern und den Regenten, ja welche selbstalle Bande zerreißen, die Menschen mit Men-schen, und Geschöpfe mit dem Schöpfer verbin-den? Welche ebendadurch die Wohnungen derOrd⸗
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3 (1800)
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288
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