280um die Wohlfarth seiner Brüder, selbst durcheignen Verlust, zu befördern. An dieser ist ihmalles, an seiner persönlichen gár nichts gelegen,Nur in so weit schätzt er die letzte, als er da-durch jene vermehren und ausbreiten kann.Dem Wohle seines Vaterlandes, der höherenBildung und Vervollkommnung der Menſchheit,opfert er willig seine Zeit, seine Kräfte, seineGüter, sein Leben selbst auf, und hält keinenZerlust in dieser Rücksicht für zu groß, keineAufopferung von der Art für zu schwer. So zuleben, zu wirken, zu dulden, zu sterben, ist, inſeinen Augen Pflicht, und ebendarum auch Ehreund Ruhm. — Prüfet es demnach, ob ihr andiesen Kennzeichen den Character derjenigenwahrnehmt, welche euch so dreist und laut zurUmstürzung der alten, zur Aufrichtung von neuenStaatsverfassungen auffordern. Sind es Men-schen, die sich mit Ernst und Eifer und gründ-lich von den großen Gegenständen unterrichten;die zur Gründung, Beförderung, und Erhal-tung der menschlichen Freyheit und Wohlfarthgehören? Die eine so große und wichtige Sacheernsthaft und würdig behandeln? Die sich klareund helle Begriffe von der menschlichen Natur,der Beschaffenheit der menschlichen Gesellschaft,der menschlichen Bestimmung und Vollkommen-heit, und den beſten Mitteln dieſe zu erreichen,durch Nachdenken, durch Unterricht, durch lan-gen
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3 (1800)
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280
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