267ze erzeugte, durch den täglichen Anblick der man-nichfaltigsten Unordnungen und Laster genährteUnsittlichkeit der Menſchen und Völker, in wel-cher man die in sich immer so große Schande undStrafbarkeit des Aufruhrs, so wie den Werthund die Würde der Ehrfurcht und des Gehor-ſams, gegen Obrigkeiten und Geſetze verkennt.Die Erfahrung, die für viele, für die meistenso unerwartete und frühe Erfahrung selbst, hatzwar schon hier und da den Enthusiasmus undden Feuereifer derjenigen gemäßigt, welche injeder Staatsumwälzung das Glück und die Ehreder Menschheit, und in jedem frechen Empörer-einen Helden von beſonderer Kraft und Größezu sehen vermeinten. Die unauslöschliche Schan-de, womit so viele und große sogenannte Re-volutionsmänner und Helden sich selbst und dieVölker bedeckt; das tiefste, nicht abzusehendeElend, worinn sie durch ihre alle Ordnung undWohlfarth zermalmende Lehren, die Welt undNachwelt geſtürtzt haben; mußten nothwendig je-den zur Besinnung und Mäßigung zurückfüh-ren, der anders nicht ganz zu jeder Art der Be-sonnenheit und nüchternen Ueberlegung unfähigist. Indessen ist man demohngeachtet, immernoch zu geneigt, Staatsumwälzungen, auch dieleichtsinnigsten und gewaltsamsten, als nothwen-dig und rühmlich zu loben, wenn gleich dasVerhalten so vieler Urheber derselben einen allge-mei=
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3 (1800)
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267
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