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3 (1800)
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1Oft schon haben wir in diesen Vorträgen jenerNeuerungs= und Umwälzungssucht gedacht, wel-che dem Ende dieſes Jahrhunderts ſo eigen, undeine in ihren Wirkungen so gefährliche Krankheitdeſſelben iſt. Die Geſchichte läſſt uns zwar infast allen Zeitaltern, und beinahe unter jedemVolke eine große Anzahl von denen bemerken,welche in einer veränderten Ordnung der Dingein einer andern, mit ihren Vorstellungen über-einstimmenderen Verfassung der Staaten, ebenſo wohl ihre eigene, als ihres Vaterlandes grö-ßere Ehre und Glückseligkeit suchten. Was aberunsere Zeiten von allen übrigen auszeichnet, dasist nicht allein die größere Anzahl derselben, son-dern es sind auch die Mittel, durch welche siekräftiger und allgemeiner als je vorhin wirken.Allenthalben sehen wir uns von Menschen umge-ben, welche die beſtehenden alten Verfaſſungentadeln, welche durch sie die Würde, die Frey-heit, die Wohlfarth des menschlichen Geschlech-tes, wo nicht ganz unterdrückt, doch sehr einge-ſchränkt glauben, welche die edelſten Vorzüge derMenschheit nur in uneingeschränkten reinen Volks-regierungen suchen, und in diesem Glauben zurUmstärtzung der alten, zur Aufrichtung von neuenVerfassungen jedermann einladen und rufen. Inſoferne