217Verhalten aller Weisen und Guten anwendenmöchte. In unseren Zeiten, worinn eine ver-derbliche sogenannte Philosophie, oder vielmehrder entschiedenste und frechste Unglaube an allemWahren und Schönen und Guten, durch täu-schende Grundsätze so viele verblendet, und ingleichem Maaße die Ruhe und Wohlfarth deseinzelnen Menschen, der Familien und derStaaten zerstört; worinn er ein Band nach demandern auflößt, an welche diese unschätzbarenGüter des Lebens geknüpft sind; in unserenZeiten, worinn doch auch der Haufe der Weisenund Guten in allen Ständen noch zahlreich undstark genug ist, dem reißenden Strome des Ver-derbens zu wehren, wenn es nur nicht an Muthund Entschlossenheit fehlet; da wünschte ich die-se zu ermuntern und zu stärken, ihr Licht,ihre besseren Grundsätze und Einsichten, durchihre Werke, durch ihr ganzes Verhalten, inGesinnungen und Handlungen leuchten zulassen. Es könnte nicht fehlen, daß durch ih-re Reden und Beyspiele belehrt, viele Verirrtezurückgeführt, viele Wankende im Guten be-feſtigt, und ſelbſt ſo manche Perführer desVolkes, vielleicht gebessert, oder doch in ihremBetragen beschämt, und der verdienten Verach-tung bloßgestellt würden. Das eine sowohl alsdas andere würde manche drohende Gefahrenzerstreuen, und beydes, unsere Blicke auf dasgegen⸗
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3 (1800)
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