S122unseres Zeitalters, nur allein ihre bittere, Ver-derben erzeugendeFrucht, und wer versicherteuch davon? Etwa die eigene Aussage derer,welche dort den Thron mit dem Altare umge-stürtzt haben, und uns hier noch mit der Zerstö-rung derselben bedrohen? Sie gaben sich frey-lich für Söhne der Aufklärung, der höherenWeisheit, für feurige Verehrer der Freyheitaus. Aber laßt es uns nicht vergessen, daß siesich auch als Menschenfreunde ankündigen, un-sere Ohren mit sanft tönenden Worten vonMenschen= und Vaterlandsliebe erfüllen, wäh-rend dem sie die Menschen nicht zu tausenden,sondern zu hundert tausenden ächten und mor-den, und das Vaterland durch ihre fluchwürdi-gen Ränke zerreiſſen. Die Sache iſt einer etwasgenaueren Ansicht von unserer Seite wohl wür-dig und werth. Hat also die Aufklärung undFreyheit dorten einen Thron, und mit demſel-ben, die Verfaſſung des Staates geſtürtzt? Dasmöchten sich manche so gerne bereden, um sichnur den wahren Grund einer der schrecklichstenvielleicht aber auch in ihren Folgen segensreichstenBegebenheiten unſeres Jahrhunderts zu verber-gen. Und doch sollten sie sich und andern dieWahrheit hierin um so viel weniger verheelen,je gewisser von ihrer deutlichen Erkenntniß un-sere Rettung sowohl als unsere künftige Wohl-farth abhängt. Ich frage vielmehr: Hat nichteine
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3 (1800)
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122
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