33Kummer, und bangen Sorgen erfüllen. Dennwahr ist es, daß am Ende unseres so merkwür-digen und blühenden Jahrhunderts; auch derSaame des Unglaubens, der Ruch= und Sitten-losigkeit, des wilden Aufruhrs, und der Empö-rung ausgestreut ward! Wahr, daß er bisherschon die verderblichsten Früchte getragen hat;und die Zukunft mit noch größerem Jammer be-droht! Wahr, daß die heiligen Bande, welcheMenschen mit Menschen, Obrigkeiten mit Unter-thanen, Regenten und Völker verbinden, wel-che allein Ruhe und Wohlfarth unter unseremGeſchlechte erhalten, hier locker gemacht, dortaufgelöst und zerrissen sind! Wahr, daß derGeist des Unglaubens, der Zügellosigkeit und Em-pörung, die edelſten Früchte der Weisheit; undTugend unter vielen Völkern zerstört, daß er siemit Blut und Mord und Verwüſtung, und dieWelt mit Entsetzen erfüllt hat! Wahr., daß derGeist des Eigennutzes und der niedrigsten Hab-sucht; immer mehr alle edleren Empfindungenfür Vaterland und öffentliche Wohlfarth, immermehr selbst jene Redlichkeit und Treue verdrängt,ohne welche keine menschliche Gesellschaft beste-hen, keine menschliche Wohlfarth erreicht werdenkann! Wahrſcheinlich, daß jene lodernde Flam-me, sobald noch nicht erlöschen, daß sie noch größe-re Verwüstung, noch mannigfaltigern Jammerauch über die Zukunft verbreiten; Wahrschein-lich
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3 (1800)
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