31pflege, dem erstiegenen Grade der Bildung undVollkommenheit angemessen, zu deren noch größe-ren Beförderung fähiger und geschickter zu ma-chen, und selbst die sonst oft so verworrene, oderblutdürftige und grausame Staatskunst den Grund-ſätzen der Weisheit, und dem wahren Beſten desmenschlichen Geschlechtes sowohl als jedes ein-zelnen Staates, immer völliger zu unterwerfen.Und was läßt mich das nicht in der Zukunftalles hoffen und erwarten! Welche reizende Aus-sicht menschlicher blühender Wohlfarth und Glück-seligkeit öffnet sich meinem forschenden Auge!Welche Ruhe und Zufriedenheit, welchen glän-zenden Wohlstand; welche edle Freyheit in derAeusserung und Uebung ihrer Fähigkeiten undKräfte, in dem ungestörten Besitze und Genusseihrer Vorzüge und Rechte; welchen willigen freu-digen Gehorsam gegen gerechte und billige Gese-tze, und welche sanfte aber redliche Verwaltungderselben; welches wechselseitige Zutrauen undwelche gegenseitige Liebe unter Obrigkeiten undUnterthanen, unter den Regenten und Völkern;welche noch engere Verbindung der Nationen,welche gemeinschaftliche Eintracht, welchen ge-meinschaftlichen Eifer in der Verfolgung des er-habensten Zieles der Menschheit, entdecke ich un-ter meinen späteren und spätesten Brüdern undSchwestern auf Erden! Es sind die reizendenFrüchte des jezt ausgestreuten edelen Saamensder
Druckschrift
3 (1800)
Seite
31
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten