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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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Staats=Revolutionen.77europäischen Staaten sollten dann nur als Unschlittlich-ter noch neben diesen zwey flammenden Sonnen am po-litischen Himmel leuchten! !... Diese romanhafteEntwürfe, wovon damals alle europäischen Blättervoll waren, hatten noch mehrWahrſcheinlichkeit, alsdie Trotzsprache des fränkischen Schreibers. Aber schadefür die Grossen und Mächtigen, daß der alte Zepterträ-ger im Himmel auch noch ein Woͤrtlein drein zu sprechenhatte!Frankreich genoß das Glück, das fast jeder sichbildende Freystaat hatte: daß man das Reich für ent-kräftet hielt, eben da es am stärksten war! DieNation darf die Hand der Vorsehung küssen, daß diejunge Republik, ehe sie ganz befestiget und gegründetda war, von den europäischen Mächten nicht recht insAuge gefaßt wurde *); und indem man glaubte, Fran-zosen könnten nichts Grosses, nichts Anhaltendes, nichtsvon Dauer ausführen; sie besässen nicht Stetigkeit, nichtBeharrlichkeit, nicht Kraft genug; so entwarfen sieeinen der kühnsten Revolutionsplane, und führten ihnaus! . . . Diese Keckheit des Unternehmens hätte allenandern Köpfen Schwindel gemacht, und übertrift alles,was das Alterthum ersann!Was wird aus der gegenwärtigen sichtbaren Umwäl-zung werden? Wer vermag das zu sagen?....Nur Gott, der ins Ganze blickt, (dessen Auge auf ein-mal den Erdball überschaut, und das Regen und Trei-ben der entferntesten Wesen kennt) nur Er, vor demdie Anfänge aller Begebenheiten und ihr Ausgang zu-*) Ja die stolzen Engländer und andere riefen: Was wollendoch die Franzosen, sie sind ja voller Schulden!