Die Mächte von Europa.18Zürden die Fürsten die ungeheuchelte Liebe für dasVaterland zum Band zwischen sich und dem Volkemachen; dann würde sich das Band immer engerund fester binden. Möchten sie die Worte beher-ziget haben, die einst ein gekrönter König zu sei-nen Unterthanen sprach: „Bald verschwindetdiese kurze und mühselige Zeit, wo alsdann auchzugleich der Unterschied aufhört, welchen die Vor-sehung zwischen uns und euch hat setzen wollen.Möchten wir da vor dem gemeinschaftlichen Rich-ter, ohne eigene Vorwürfe, Rechnung ablegenkönnen: Wir, über die euch gegebenen Befehleund Gesetze; und ihr über die gehorsame Befolgungderſelben.-Mit der Menschen Leben spielen — welch einSpiel! Und doch war es das Spiel der Grossen.Die neue europäische Staatsverfassung war einemMühlstein gleich, wenn er nichts zu zerreiben hat,zerreibt er sich selber. — Friede und Krieg stun-den daher in diesem ganzen Jahrhundert an un-serm Himmel wie zwey Gestirne. Bald schimmerteder Stern des Friedens lieblich hervor; bald aberverschlang ihn wieder die Nachtwolke, und derStern des Kriegs gieng blutig auf. — Die Poli-tik wollte, daß man keinem Kabinet mehr traute!Dieser Hartsinn der Grossen mußte endlich dieMenschheit auf das äusserste bringen, auch die
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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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