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Das Wetterleuchten über Europa am Ende des Jahrhunderts gesehen im Jahre 1788 :
(aus den Papieren eines verstorbenen Geistersehers)
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10Die Mächte von Europa.Pohlen fördere dich! Schüttle das Joch frem-den Einflusses von dir. Das gewaltige Rußlandund das herrschsüchtige Oestreich, vermehrendurch beständige Kriege ihre Besitzungen und nä-hern sich dadurch einer künftigen Theilung. Ruß-land ist nicht bevölkert. Ackermann und Hand-werker sind da Sklaven; dem Edelmann ist Bauerund Vieh eins. Des Kayserthums Zustand istwillkührlich, folglich grosser Zerrüttung unterwor-fen; Paß auf Pohlen! wenn das geschiehet, dannsind die Tage deiner Erlösung nahe! Auch dieSchweden, Dänen, Franken, Deutsche sind längstdes Hohnsprechens und Trotzens der Moskowitermüde! Der muthigste, kernhafteste Theil von Poh-len reihet sich an den republikanischen Bund. Ruß-land will darum seinen Plan noch nicht aufgeben,seinen schwarzen Adler zum Wetterhahn für dieganze Welt zu machen! Obwohl die Russen bisherim Krieg glücklich waren; so sind sie doch nochnicht jene Allverschlinger, die Tausende mit Hun-derten schlagen, und vor denen die Nationen alledas Gewehr strecken müssen.Frankreich bleibt jetzt beym Türkenkrieg1788, stille sitzen, und giebt sich blos mit Spe-kulationen ab. Aber das ganze politische Welt-system ist einem Umschwunge nahe, und da ist fürFrankreich ein Perspektiv eröffnet, wie es auf einen