Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
976
Einzelbild herunterladen
 

976 G B. Nr. 2748 — 2750.

2748. Jan 6. Bronchorst, gewöhnlich Johann Georg Bronck-horst genannt, soll der Trägei dieser Zeichenseyn. Das erste giht Stellwag, Monogr.-Lcxicon II.No. 1004, nnd Itrulliot I. No. 940>> fügt es eben-falls hei. Stellwag sagt aher nicht, oh das Mono-gramm auf einem (icmäldc oder auf einem Kupfer-stiche vorkomme. Diess ist auch mit Heller (Monogr.-Lexicon S. 144)der Fall, welcher die beiden anderen Zeichen dem ,1. G. lironckhorstzuschreibt. Es scheint fast, dass Stellwag sein Monogramm aus demzweiton von Heller gegebenen Künstlerzeichen gebildet habe, nnd dasskeines von beiden dem Bronchorst angehöre, da dieser KünstlerICH. zeichnete. Derselben Categorie gehört auch das dritte Zeichenan, da kein Werk des erwähnten Meisters mit demselben nachgewiesenist. Wir glauben indessen doch nicht, dass alle diese Zeichen fürBronchorst erfunden seien. Es wird sich wohl um einen andern Meisterhandeln, und nach einer anderweitigen Mittheilung soll diess G. Boutoder Gcrard van Battem seyn. Ersterer malte Bauernstücko inder Weise des Jan Molenaer, und ist nicht mit Peter Bout zu ver-wechseln, welcher die Landschaften des Franz Boudewyns mit Figurenstaffirt hat. G. Bout wurde von holländischen Schriftstellern über-gangen , und daher kommt er auch im Künstler-Lcxicon nicht vor.Bekannter ist 0. Battem. Er malte Landschaften mit Hirten hei derIlecrde, mit Beisenden, Räubern u. dergl. Auch Architekturstückekommen vor. Seine Blüthczeit fällt um 1656—1670. Ob nun der eineoder der andere Meister eines der obigen Zeichen gehraucht habe,können wir nicht bestimmen. Auf einem uns bekannten Gemälde desG. Bout steht der Name, und auch ft. Battem, dessen Blüthezeit manum 1690 setzt, wird auf solche Weise signirt haben. Wir kennen nurein radirtes Blatt von seiner Hand, welches mit dem Namen nnd derJahrzahl i960 bezeichnet ist. Links in der Landschaft bemerkt mauein kleines Dorf am Ufer des Flusses, und den Grund schlicsson Bergeund Gesträuche ab. Die Mitte des landschaftlichen Striches nimmt,eine Stadt ein, und rechts ragt auf dem Felsen ein runder Thurmüber andere Gebäude empor. Im Vorgrunde geht ein Mann mit demStocke nach links hin. In dem leicht schattirten Bande steht: G. Haltern1(15(1. H. 5 Z. 10 L. mit 2 L. Rand, Br. 6 Z. 8 L. Es mag nunG. Bout oder G. Battem eines der obigen Zeichen sich bedient haben,der erstcre ist wenigstens hier zuerst dem Verzeichnisse der Künstlerbeigefügt, und das Blatt des G. Battem ist ausserdem auch nichtbeschrieben.

2749. Georg Andreas Böckler, Civil- und Kriegsbaumoistcr von"y Cronheim, war um 1654 in Frankfurt a. M. thätig. Er

gab eine Architeclura euriom in vier Theilen, und einTheatrum machinarum heraus. Auf den Zeichnungen zu__ diesen Werken kommt das Monogramm vor. Dann be-sorgte Böckler auch eine deutsche Uebcrsctzung des l'alladio, und desWerkes von A. Bosse über die Radirkunst.

2750. G. Bockman oder Bochman, Maler und Kupferstecher, soll/O nach Strutt der Träger des ersten Zeichens seyn. EinHf\ r- Künstler Namens C. Bockman lebte um 1730—1740<J J.,zr>- /fM i n London, und machte sich durch Blätter in schwarzerManier bekannt. Diesen Meister scheint Strutt zu meinen, da er denBuchstaben G wahrscheinlich nur aus dem Monogramme geschöpft hat.Beller schreibt mit Bezugnahme auf Strutt dieses Zeichen einem GeorgBockmann zu, welcher nach seiner Angabo um 1743 von Amsterdam