Ä
GA. Nr. 2670 — 2676. 957
2670. Albert Gräfte, grossherzoglich badischer Hofmaler, ist imx+> ersten Bunde No. 600 bereits eingeführt, da man sein
(/ \r ~ Zeichen auch unter A 6' suchen kann. Wir bezichen uns^V_>JL» hier zunächst auf jenen Artikel, und bemerken nur noch,dass auf früheren Gemälden dieses trefflichen Künstlers das gegebeneMonogramm vorkomme. Man findet es auch auf schönen Aquarellen,doch in kleinerem Massstabo.
2671. Abraham Genoels, Maler und Itadirer, behauptet unter A G. j^ /fr No. 597 eine ausführliche Stelle, und wir liefern daher
sk-.K?L J~\ . n * cr nur den Rückweis.
2672. Angclo Guiducci, Landschaftsmaler und lladirer, tritt imersten Iiande No. 598 auf, und wir müssen daher auf jenen Ar-tikel verweisen.
2673. August Gaber, Formschneider in Dresden, ist unter A U_, No. 2552 eingeführt, und wir liefern daher hier einen Rück-(at weis, da man auch unter G A nachsuchen kann. Den 1. c. be-JLi. • reits aufgezählten Werken des Künstlers fügen wir einen Holz-schnitt bei, welcher vor kurzer Zeit erschienen ist. Kr stellt Christusam Kreuze mit Johannes und vier heiligen Frauen vor, nach rheinischemMasse 33 Z. hoch und 24 Z. breit. Das aus A C bestehende Mono-gramm zwischen der Jahrzahl M — IJ9 bezieht sich auf den Maler CarlAndrcae. Letzterer behauptet im ersten Bande No. 266 eine Stelle,das auf diesem grossen Holzschnitte vorkommende Monogramm hatteaber der Künstler früher nicht gebraucht.
2674. Unbekannter Maler, welcher in der ersten Hälfte des0> / 17. Jahrhunderts in Augsburg oder München thätig war.- '"/Ot'- In der Sammlung des Kunsthändlers F. Halm in München
(1818) war eine Zeichnung mit diesem Monogramme.
2675. Albert Glockendon, wie man den Meister A G I. No. 613rrri nennt, scheint der Vcrfertiger eines höchst seltenen Blattes*» zu seyn, welches von einer Platte kommt, die zur Ausfüllung
ß!V
mit Nicllo bestimmt war. Im Blätterwerk auf schwarzem Grunde sitztunten rechts und links ein Affe, und oben gegen die Mitte zu einVogel. Den Mittelpunkt nimmt ein wilder Mann im Akte des Kampfesein. Unten in der Mitte stehen die gegebenen Buchstaben. H. 4 Z.8 L. Br. 2 Z. 9 L. Dieses Blatt ist gut gestochen, und dürfte um1480 nntstenden seyn. Im Museum zu Basel ist ein Exemplar. Einzweites ist uns bisher noch nicht bekannt geworden.
2676. Unbekannter Maler oder Formschneider, welcher um 1524
^ -\ in Landshut thätig war. Von jhm ist der TitelholzschnittCl J\. zum Encliiridion locarum comuniu aduersus Lullerano*. JoanneEckio Autore. handiihul i52ö, 4 Dieses schöne Blatt stellt die Ma-donna in starker Büste unter einem von zwei Pilastorn getragenenBogen vor. Maria neigt sich nach rechts, und erhebt den rechten Armunter dem Mantel. Die linke Hand ist an die Brust gelegt, es reichtaber der ganze Arm aus dem Mantel hervor. Letzterer zeigt an derAchsel ein Zierband mit herabhängenden Schnüren , und über diesemBande ist ein Stern, der Kopf ist mit einem Schleier bedeckt, und inder runden Aureole steht: 8. MARIA. Am Capitäle links steht dieZahl iü, rechts 2.3 eingeschnitten. H. 4 Z. Br. 2 Z. 11 L. DiesesBlatt ist einfach behandelt, verräth aber viel malerischen Sinn.