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weniger vollendeten Abdrücken vor. Darunter sind Seltenheiten, damehrere Platten wieder abgeschliffen wurden. Die fleissig vollendetenAbdrücke sind theils auf chinesisches, theils auf weisses Papier gemacht,qu. 12, 8, 4 und foL Er radirto gegen 160 Platten, welche von 1818bis 1850 datirt sind. Auf mehreren Blättern kommt das Monogrammvor, auf anderen stehen die Cursivcn F It f. oder Utk. Man kann diegeistreichen Radirungen dieses Mannes KU Folgen vereinigen.
2390. Friedrich Reclam, Maler und Radirer, geb. zu Magdeburg<-r< /HK 1 r\ 1734, gest. zu Berlin 1774. Schüler von Anton0^ // ^J°(jad \/i/v. e/c. Pesne zur Zeit, als dieser Meister in Dresdensich befand, machte er später zu Paris unter Pierre seine weiterenStudien, und ging dann nach Italien, wo er seine französische Maniernicht mehr ändern konnte. Reclam malte in Paris viele Hildnisse, dannauch einige Genrebilder und Landschaften. Das Monogramm kommtnur auf radirten Blättern nach Fnncoil Boucher und eigenen Zeich-nungen vor. Eine Folge von sechs Blättern gibt Ansichten aus derUmgebung von Paris und Scaux, theils mit dem Namen , theils mitobigen Zeichen, auch mit dem Beisätze: ad viv. del. et fc. 17SS. Auchauf Radirungen mit italienischen Ansichten , besonders aus der Cam-pagna di Roma kommt das Monogramm vor. Seine Blätter sind grössten-teils fein radirt. Zu den Seltenheiten gehört jenes mit dem Titel:Carriere aux environs de Home , qu. fol. Im Künstler-Lexicon XII.S. 356 haben wir ein Verzeichniss geliefert.
2391. Stempel der Porzellan-Manufaktur zu Hammer bei Carls-TT JP T> mu ' ' n BMunen. Er ist den verschiedenen Gefässen der-" ft£ JY selben eingedruckt, und deutet somit keinen Künstler,
sondern nur die Unternehmer der Anstalt an.
2392. Giovanni Francesco Romanelli, Maler von Viterbo, warJ? n Schüler des Incarnatini, eines Verwandten, scbloss sich aber
• später an Pietro da Cortona an, welchem er vollkommen nach-ahmte. Es finden sich aber auch Bilder von seiner Hand, welche derRichtung des L. Bernini angehören. Sonderbar ist jedoch , dass mandem Romanelli den Beinamen Raffaelino gab , während weder die Ge-mälde seiner ersten, noch die seiner zweiten Manier an Rafael oderdessen Schule erinnern. In den Kirchen und Palästen zu Rom , zuViterbo und in anderen Städten Italiens sind Gemälde von seiner Hand.Romanelli arbeitete aber auch acht Jahre in Paris. Auf Kupferstichenvon C. Bloemaert, C. Cesio, F. Greuter, M. Natalis, W. Vallet u. A.ist durch die Buchstaben FR. sein Name angedeutet. Er scheint daherauch Zeichnungen und Gemälde mit F II. signirt zu haben. Nach Pas-sen starb der Künstler im Juli 1662 in einem Alter von 50 oder52 Jahren.
2393. Franchini und Rivarola, Münzmeistcr in Ferrara von 1619p n bis 1622, Hessen Stempel mit den Initialen ihres Namens
' " zeichnen.
Friedrich Ritter trat 1779 als Münz-Commissär in Braunschweigauf, wurde 1800 Münzmeister, und bekleidete von 1814 — 1820 dieStelle eines Münzdirektors. Auf Münzen aus jener Zeit deuten dieBuchstaben F. lt. seinen Namen an.
2394. Francesco Ruschi, Historienmaler von Rom, arbeitete umFR ' jm? 1640—1655 zu Venedig, in Viccnza und Trevigi, und
■iv.in. / KK. hinterliess in Kirchen und Palästen Gemälde, welche einenNachahmer des Carravaggio verrathen. J. Petrini stach nach ihm kleine
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