F P. Nr. 2350 — 2353. 855
Buchstaben. Es stellt in einem in die Länge gezogenen Schilde denSturz des Saulus vor. Links oben in Wolken erscheint der Heiland,von welchem das Licht ausgeht. Dieses Blatt ist in der Manier desVirgil Solis behandelt, und beurkundet eine fertige Hand. Höhe 1 Z.8 L. Breite 2 Z. 2 L.
2350. Francis Place , Maler und Radirer, ist oben unter demMonogramm« F P No. 2332 eingeführt, und daherhandeln wir, wie bereits angedeutet, hier nur überdie Schabblätter des Meisters, welche zu denschönsten und seltensten Erzeugnissen dieser Artgehören. Sic stehen desswegen in England in
0_X C^C^. r/ hohem Preise. So wurde in der Auktion Sykcsdas Bildniss des Richard Sterne, Erzbischofs von York, kl. fol., mit7 £■ 7 Sh. bezahlt. Das Bildniss dos Oliver Cromwcll stellte er zwei-mal vor, in halber Figur und im Brustbildc, immer in Rüstung. Diesebeiden Blätter galten bei Sykcs 2 £. 2 Sh. Jedes dieser Schabblätterist mit dem Namen bezeichnet, jenes mit dem Bildnisse des Erzbischofsirrig /'. Place fec., indem P statt V steht. Die Bezeichnung F. P. fecfindet man auf dem Blatte mit dem Bildnisse der Countesse of Midd-leton, welches weniger gelungen ist. Es liegt das Gemälde von P. Lelyzu Grunde, kl. fol. Ein anderes Blatt stellt zwei spielende Kinder, undnoch ein drittes in einer Landschaft vor. 6*. Lairess delin. F. P. fecit.E. Cooper ex. , 4. Nach Brulliot II. No. 855 findet man auch diezweiten Initialen in Cursivcn auf Bildnissen und anderen Vorstellungenin Mezzotinto nach A. van Dyck, G. Kneller, Greenhill u. s. w. Wirhaben kein Blatt mit denselben gesehen. Graf Leon de Laborde, Hist.de la gravure en maniöre noire p. 277, und R. Weigcl, KunstkatalogNo. 6296 ff. beschreiben Blätter dieses Meisters, aber keines mit denCursiven.
2351. Friedrich Peypus, der gelehrte Buchdrucker und Buch-
FA/-V händler in Nürnberg, bediente sich eines in Holz ge-VJ schnittenen Signets, welches im Schilde eine blühende"f Pflanze zeigt, lieber dem Schilde stehen die BuchstabenFP. H. 2 Z. 9 L. Br. 2 Z. 1 L. Ob I'cypus selbst in Holz geschnittenhabe, bleibt dahin gestellt. Er wurde 1485 zu Hermstadt in Schlesiengeboren, und starb zu Nürnberg 1535. Ein anderes Signet dieses Buch-druckers bestellt in einem Würfel, mit der Schrift in der oberen Fläche :ratio vincit. An der Vorderseite steht ein aus F P gebildetes Mono-gramm mit der Jahrzahl MDXXII.
Friedrich Wilhelm Pose, Landschafts- und Decorations-maler, geb. zu Berlin den 19. März 1793,besuchte die Akademie in Düsseldorf, ar-/// beitetc dann in verschiedenen Städten amRhein, und liess sich zuletzt in Mannheim nieder, wo er seit Jahrenden Ruf eines ausgezeichneten Decorationsmalers geniesst. Auf Zeich-nungen und landschaftlichen Gemälden findet man die gegebenen Ini-tialen. Sein Bruder Ludwig, und sein Neffe Eduard Wilhelm Posestehen ebenfalls in der Reihe der Künstler, welche in diesem Werkeerscheinen.
2353. Unbekannter Maler, welcher der Schule des Guido Reniangehört, oder wenigstens als Nachahmer dieses Meisters sichkund gibt. Die gegebenen Buchstaben findet man auf einemBlatte mit der heiligen Familie, qu. 12, es ist uns aber nur durch
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