Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
818
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818 FL-FLF. Nr. 2251—2255.

an den Baumstamm gebunden sind. Hinter diesem Baume erwartet derHenker mit dem Schwerte den Befehl, rechts vom Throne fleht abernoch ein Mann um Gnade für den Unglücklichen. Ein zweiter Gefan-gener ist von Soldaten zu Fuss und zu Pferd umgeben. Oben steht:ivstitia uomana, am Baldachin des Thrones: tiukiuvs impkratou,und an den Stufen desselben: TALIA CONTiaviT pro MSOUENTIA patris.Rechts vorn ist das gegebene Zeichen, und die Buchstaben L. P. F. amSteine, auf welchem der Jüngling kniet, beziehen sich auf L. Parasolo.H. 10 Z. 7 L. Br. 14 Z. 10 L. L. Parasole arbeitete moistens nachZeichnungen des Antonio Tempesta. Vielleicht bezieht sich auch dasobige Zeichen auf diesen Meister. Wie gegeben , ist aber auch f. L.zu lesen.

Hol. F. Lindemann, Kunstliebhaber, lebte in der zweiten Hälfterf' r\ / des 18. Jahrhunderts in Dresden. Er radirte einige Blätter,•j. <-L/-f welche Landschafton mit Figuren, und auch Köpfe vorstellen.fg' Ä Mit den Buchstaben F t bezeichnet ist ein Blatt mit dersr oC^. Büste eines orientalischen Gelehrten, 8. Auf landschaftlichenBlättern fügte er auch die Worte aqua forti bei. Unter dem Initial Lkommen wir auf diesen Lindemann, welchen Heller G. F. Lintlemannennt, zurück. Mit L f. bezeichnet ist ein radirtes Blatt, welches einebiblische Scone vorstellt. Adam trägt den entseelten Körper des Abelfort, und Eva folgt mit dem Ausdrucke dos Schmerzes. Links hinterdem Baumo sind zwei andere Figuren skizzirt. Tm schmalen Rande steht:Dem Hrn. Leg. See. Ferber gewidmet von seinem Freunde F. Lindemann.H. 7 Z. Br. 4 Z. 10 L.

2252. Franz Laurents, Maler und Radirer, war um 1756 — 1790rf" p s* in London thätig. Er zeichnete und malte Bildnisse, undJ-**•> J^ 0 . radirte auch mehrere Blätter nach Rcmbrandt. Sie bestehenin Genrebildern und Landschaften, theils mit dem Namen, theils mitden Initialen bezeichnet. Eine Radirung dieser Art stellt ein jungesWeib mit dem Kinde an der Brust im Sessel sitzend vor. Rechts untenstehen die Buchstaben F. L., welche Frcnzel im Catalog Sternberg aufFerdinand Landerer deutet, 8.

2253. Johannes Bol oder B. aLochom? So fragten wir bereits imersten Bande No. 1931, und wir verweisen daher nurauf jenen Artikel, wo das Weitere verhandelt ist.

fa Jp. ^f. Heller, Monogr.-Lexicon S. 132, bringt das Zeichen?£/,jLsj/Qj unter FLU, und vermuthet darunter einmal einen um1574 lebenden Kunsthändler, und dann wieder einen Kupferstecher um1575. Brulliot I. No. 916 zerlegt das Monogramm ebenfalls in FLU,nur Christ, Moiiogr.-Erklärung S. 366, bringt es unter TB. Den Buch-staben T finden wir in dieser Form nicht heraus.

2254. F. le Boeuf, Kupferstecher, war in der zweiten Hälfto des

/J \i. Jahrhunderts in Paris thätig. Er kommt mitF.L.H. fatlp- Baisiez dem Schriftstecher in Berührung. Beidetf stachen die Schriftmuster von Royllct: Les Fideles

Tabeaux de V Art d' Ecrire, s. a., gr. fol. Von F. le Boeuf sind dieSchriften des Heftes: L'Art d' Ecrire Sann Maitre, gr. fol. Auf denmeisten Blättern steht sein Name, fol. 21 ist aber mit den Initialenbezeichnet. F. le Boeuf ist uns nicht weiter bekannt. Er kommt auchanderwärts nicht vor.

2255. Antonio Francesco Lucini, Maler und Radirer von Florenz,PI r wurde im ersten Bande No. 570 eingeführt, und mit Bezug-

' ♦ ' nähme auf jenen Artikel bemerken wir daher nur, dass mau