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2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
788
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788 FII. Nr. 2151 -2152.

. von Andern dem Franz Hogenbcrg zugeschrieben, man kennt aberunsere Wissens keinen älteren Kupferstich von der Hand dieses Meistersals jenen von 1562, welcher die Verbildlichung der Prophezcihung im25. Capitel des Evangeliums Matthäi zum Gegenstande hat. Die katho-lische Maria von England, deren Bildniss Hogenbcrg 1555 gestochenhaben soll, wurde den 28. Juni 1554 die Gemahlin des Königs Philipp II.von Spanien, dessen ebenfalls mit F. II. 1555 bezeichnetes Bildniss ImVerlage des Tlieronymus Cock in Antwerpen erschien , wahrscheinlichals Gegenstück zu jenem der Königin Gemahlin. Vor 1555 sucht manaber den V. Hogenbcrg nicht in London, und wir glauben daher, dassdas P, II. bezeichnete Bildniss der katholischen Maria nicht von Franz] logenberg, sondern von Franz Hnys gestochen sei. Ueber diesenKünstler haben wir im vorhergehenden Artikel gehandelt, und dasBildniss des Königs Philipp II. ist No. 7 beschrieben. Wir glaubennicht, das F. Hogenbcrg für den Verlag des H. Cock, II. Licfrink undG. de .Tode gearbeitet habe. Wäre dieses der Fall, dann müsstc FranzHuys das Feld räumen, was wir aber nicht zugeben können.

2151. Der unbekannte Maler, dessen Namensinitialen auf einem■p u 4f>o " u Museum des Louvre aufbewahrten Bildnisse vor-

• I " t * J - kommen, ist oben unter dem Monogramme No. 2138eingeführt, und wir geben daher nur den Itückwcis.

2152. Franz Hieronymus Breughel, Marinemaler und Kupfcr-tr i_i Stecher, gehört zu denjenigen Meistern der Familie Breughel,

* welche nach ihren Lebensverhältnissen unbekannt sind. Erscheint der Sohn des alten Peter Breughel, und demnach der Bruderdes jüngeren Künstlers dieses Namens gewesen zu soyn. F. II. Breughelwurde um 1565 geboren , scheint aber in Antwerpen , dem Sitze derübrigen Breughel seine Ausbildung nicht erlangt zu haben , da er imRegister (Liggcre) der Confraternität des hl. Lukas daselbst nicht vor-kommt. Heinecke setzt seine Blüthczoit um 1560, der Künstler waraber in diesem Jahre wohl noch nicht geboren. Gandellini lässt ihnum 1665 arbeiten, zu einer Zeit in welcher Breughel sicher nicht mehram Leben war. Gemälde von seiner Hand finden wir nirgends be-schrieben, es kommen aber radirte und gestochene Blätter nach odervon ihm vor. Ein Seestück mit einer Stadt im Hintergründe ist be-zeichnet: F. II. breughel, qu. fol. Dann findet man auch Blätter mitSchiffen verschiedener Form, welche mit den Buchstaben F. //. c. p.bezeichnet sind, fol. und qu. fol. Frenzel erwähnt im Catalog Steru-berg III. No. 4170 neun solcher Blätter unter den Stichen des jüngerenPeter Breughel , und vermuthet unter den Initialen einen F. Hulsius,welchem man aber historische Blätter zuschreibt, die ein älteres Datumtragen. Brulliot und Heller glauben, dass die Buchstaben F. II. aufden erwähnten Blättern Franciscus Hieronymus bedeuten, worunter sieunsern F. II. Breughel verstehen. Oh. le Blanc, Manuel de 1' amateurd' Estampos II. p. 407, zählt vier Blätter mit Schiffen nach PeterBreughel im Artikel des Franz Huys auf, welcher aber um 1555-1565thätig war. Nach der Angabc des genannten Schriftstellers sind dieBlätter F. II. — II. Cock ex. bezeichnet. Wenn diess wirklich der Fallist, dann müssto es sich um den alten Peter Breughel handeln, dadie Thätigkeit des II. Cock um 1550— 1570 fällt. Dann könnte aberauch von Franz Hieronymus Breughel keine Kode seyn, und Fr. Huyswäre als mutbmasslicher Stecher der Plätter mit den verschiedenenSchiffen zu nehmen. Ueber diesen Franz Huys, aus welchem ein FriedrichHulsius hervorgegangen seyn müsste, handeln wir oben unter den Ini-tialen F. B. No. 2149.