Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
567
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E. Nr. 1491 — 1495. 667

1491. Joseph Carl Ettlnger behauptet unter dem MonogrammeC E. Bd. I. No. 2485 eine Stelle, und mit Bezugnahme auf die-selbe bemerken wir daher nur, dass der gegebene Buchstabe auf

dem Münchner Bogen No. 113 sich finde. Er stellt Fischer-Abenteuernach Ettinger's Zeichnung vor. Holzschnitt, fol.

1492. Gustav Georg Endner, Zeichner und Kupferstecher, geb. zup , Nürnberg 1754, gest. zu Leipzig 1824. Schiller von Bause,& Jc/ - hinterliess er eine grosse Anzahl von Blättern, welche abermeistens in Büchern vorkommen. Sie bestehen in historischen Dar-stellungen, Genrebildern, Portraitcn &c, nach Bernhard Rode, DanielChodowiecki u. A. Auf mehreren Blättern, besonders auf Titelkupfcrnund kleinen Copion nach Chodowiecki, findet man obige Bezeichnung.

1493. Johann Benjamin von Ehrenreich, Maler und Radirer, geb.i. „ zu Ludwigslust 1739, gest. su Hamburg um 1805. Ein

O^f* 7*f Mann von wissenschaftlicher Bildung, gründete er seinen# Ruf als Zeichner und Lehrer, besonders in Stockholm, wo

ihm der Hofrathstitel zu Theil wurde. Er hielt sich auch längere Zeitin Frankfurt auf, und den Rest seiner Jahre verlebte er in Hamburg.Seine Sammlung von Handzeichnungen. Kupferstichen, Gemälden u. s. w.gehörte zu den Sehenswürdigkeiten.

Ehrenreich hinterliess auch einige radirte Blätter in Rembrandt'sManier, welche aber grösstentheils unbezeichnet sind. Die obige Be-zeichnung, aber undeutlich, findet man rechts unten in der Ecke einesBlattes, welches einen auf dem Boden sitzenden Mann vorstellt, wieer mit dem Hunde spielt. Neben ihm stehen zwei andere Männer,welche dem Weibe mit drei Kindern den Weg zu beschreiben scheinen.Am Rande rechts erhebt sich ein Baum. H. 2% Z. Br. 3 5 / 8 Z.

1494. Stempel eines Kunstsammlers, welcher im vorigen Jahr-hundert gelebt haben dürfte. Man findet denselben aufKupferstichen und Zeichnungen. Sie stammen wahrschein-lich aus der Sammlung des Hofrathes Johann Benjaminvon Ehrenreich, welcher den vorhergehenden Artikel be-hauptet.

1495. Erhard Altdorffer, Maler und Formschneider, einer derf*4Y~\ CK bedeutendsten Meister aus der Zeit von 1512—1550,

#A rr\ wir<1 in Sc ' iiriftcn ü, »er Kunst und Künstler, welche/ \. /Si-iY vor 1856 erschienen, vergebens gesucht, indem seinName in Vergessenheit gerathen war. Erst in dem bezeichneten Jahreräumte ihm Wiechmann-Kadow im Archiv für die zeichnenden Künstevon Dr. Naumann und R. Weigel II. S. 132 — 134 u. 179 eine Ehren-stelle ein. Noch ausführlicher handelt aber Wiechmann-Kadow überihn in seiner interessanten Schrift: Die mecklenburgischen Formichneiderdes iO. Jahrhunderts. Schwerin i(i5li , S. 15. Jetzt wissen wir, dassE. Altdorffer Hofmaler des Herzogs Heinrich dos Friedfertigen vonMecklenburg war, woher er aber stamme, und in welcher Beziehunger allenfalls mit Albrecht Altdorffer stehe, ist nicht ermittelt. In denherzoglichen Rechnungen kommt er von 1512 — 1550 vor , im letztenJahre mit dem Titel eines Baumeisters. Von seinen Gemälden istnichts erhalten, aus den früheren Holzschnitten von E. Altdorffer er-hellt aber, dass er in der altsächsischen Schule seine Studien gemachthat. In späteren Arbeiten dieser Art ist der Einfluss des L. Cranachersichtlich. Wiechmann-Kadow beschreibt die Holzschnitte in 13 Num-mern , und er sah aus der verschiedenartigen technischen Behandlung,