DL. Nr. 1197—1198. 469
4) Kino Landschaft mit einem alten Baumstammo im Vorgrunde.Mit dem Namen, qu. fol.
5) Eine Landschaft mit hohen Bäumen. Mit dem Namen, fol.
6) Ein an der Planke stehendes Bauernweib mit dem Korbe. Mitdem Namen und der Jahrzahl 1030, kl. fol.
7) Ein Weib mit dem Lichte, in Kniestück. Mit dem Namen und103!) , 8.
1197. Daniel Lindmeier oder Lindemeter, Zeichner, Maler, Radirer
Dund Formschneider von Schaffhausen, dessen
DJ—* . Blüthczeit von 1560 —1600 fällt. Dieser
,y . fy Meister wechselte mit der Bezeichnung, so
<~\ dass er uns öfters begegnet. Er bediente
r—-~«_ y ) T . sich auch der Cursivbuehstaben D L, welche
——>C_X -*----- unten No. 1207 in Facsimile gegeben sind.
Der Hauptartikel über Lindmeier ist aber unter dem Monogramm DLMNo. 1214 zu suchen. Die hier beigefügten Buchstaben findet man aufZeichnungen historischen und allegorischen Inhalts, welche mit derFeder und in Tusch behandelt sind. Nach Zeichnungen, oder kleinenCartons dieser Art wurden Glasgemälde ausgeführt, deren aber wenigeder Zeit widerstanden haben. Sehr zahlreich sind noch die Zeich-nungen unsers Meisters. Auf einer solchen in der öffentlichen Samm-lung zu Basel, die Wahl des Kaisers Heinrich vorstellend, steht dasdritte D in Currentschrift, und an dieses fügt sich noch ein zweites Din Antiqua mit L und der Jahrzahl 1570. In einem Schilde steht:Anno Dusent drü hundert t Acht | War Heinrich zum Keyser gmacht etc.Ausser den Initialen des Zeichners ist auch das aus /// W bestehendeMonogramm des Glasmalers beigefügt, nämlich jenes des Hans JörgWannenwetsch. Laux Rudi, der Glasmaler von Basel, bediente sichebenfalls der Zeichnungen dieses Lindmeier.
1198. F. R. de la Rue oder de Larue, Maler und Radirer vonDL## Paris, Schüler von Charles Parrocel, hatte als KünstlerD L sadp. grossen Ruf. Er malte Schlachten , auch einige Land-<T) p jL, / schalten und Genrebilder, sowie Portraite. Seine Thätig-
-"•v 7"' keit fällt um 1750 — 1770, gleichzeitig jener des LouisFelix de la Rue , welcher als Zeichner und Bildhauer sich rühmlichbekannt machte. Beide Künstler haben auch in Kupfer radirt, und oftohne Andeutung des Vornamens geradeweg de la Rue gezeichnet.Desswegen hat zuweilen eine Verwechslung stattgefunden, welcher wirebenfalls nicht vollkommen vorbeugen können , da die Lebensverhält-nisse dieser Meister nicht genau bekannt sind, und ein sicheres Ver-zeichniss der Blätter derselben nicht vorliegt. L. F. de la Rue com-ponirte mit Vorliebe mythologische Vorstellungen, besonders aus demBacchischen Kreise, Amoretten und Kinderspiele, antike Opfersccnen* s. w. Blätter dieser Art hat er auch in Kupfer radirt, eine nochgrössere Anzahl seiner Zeichnungen ist aber von Ph. Parizeau ge-stochen, welcher Blätter zu Folgen vereinigte, und damit auch Com-Positionen des F. R. de la Rue in Nachbildung gab. Parizeau stachnach letzterem mehr als 24 Blätter. De la Rue radirte anfangs Land-schaften mit Staffage, Marinen, kleine Blätter mit Ansichten von Rom,u "d auch Copien nach Ostade kommen vor. Noch grösser ist aber dieAnzahl der militärischen Scenen. Darunter ist eine Folge von sechsBlättern mit Cavalleriegcfcchten, fol. Später erschien sein Radir-w °rk in 24 Blättern unter einem Titelblatte mit einer Fontaine, anwelcher mehrere Reiter die Pferde tränken: Divert sujets mililaires