Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
442
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442 DJ. Nr. 1150-1153.

durch den Umdruck auf Stein und Kupfer verändert wurde. Diess isthesonders mit dem ersten und zweiten Zeichen der Fall, welche auchzwischen der Jahrzahl vorkommen. Das dritte Zeichen, welches unterStrichlagen undeutlich erscheint, findet man auf einer radirten Land-schaft. Hechts vorn sind zwei alte Bäume und ein Folsenstück, undim Mittelgrunde sitzt eine Frau auf dem beladenon Maulthiere. ImWasser links vorn liegt ein Stein, auf welchem das Monogramm mitder Jahvzahl 7 7.94 schief einradirt ist. Im späteren Drucke bemerktman links die Ao. 1 , so dass dieses Blatt für eine Folge bestimmtwar. Von drei weiteren, grösseren radirten Landschaften zeigt die eineeinen Wasserfall, und die beiden anderen Jäger und ländliche Figuren,gr. 4 und qu. fol.

1150. Servaas de Jung, Historien- und Portraitmalcr, geb. zu• Lceuwardcn 1808 , musste sich als der Sohn eines Kaufmanns

Ddcr Handelschaft widmen, und konnte daher der Zeichenkunstnur in Mussestunden obliegen. W. IS. van der Kooi gab ihmhierin, sowie im Malen Anweisung, und endlich gelangte er so weit,dass seine Bilder weit über Dilettantenarbeiten erhaben waren. S. de.long unternahm auch Reisen in Frankreich, der Schweiz, Italien undDeutschland , und richtete überall ein besonderes Augenmerk auf dievorhandenen älteren und neueren Kunstwerke. Auch Schriften überKunst gab er heraus: Wenken ter handleidiny in de Schilderkunst; lirievenuit Belt/ie; Verliandcling over de tegmwoordige Schilderkunst in Europa etc.Seine Gemälde und Zeichnungen sind historischen Inhalts. Auch schöneBildnisse findet man von seiner Hand. Um 1842 gründete er inUtrecht eiue Anstalt zu permanenten Kunstausstellungen. Immerzeelgibt ausser dem Nachweis über das Leben des Künstlers auch obigesMonogramm.

1151- Jean Daulle. Zeichner und Kupferstecher, geb. zu AbbcvillcJt 1703, gest. zu Paris 1763. Schüler von Hecquet, hintorliess er\P eine bedeutende Anzahl von schönen Blättern nach Correggio,F. Alhani, Rubens, N. Poussin, J. Ribera, Dietrich, Jean Andrö, Jou-venet, Ch. Coypel, J. Raoux, F. Boucher, H. Rigaud, Mignard, L. vanLoo, Meytens, A. Pesnc, R. Tourniere, H. Drouais, David, Silvcstrc,J. Aved, C. Hutin u. s. w. Das Monogramm findet man auf Blätternnach Joseph Vernet, welche Landschaften mit Staffage, und Marinenvorstellen. Auch die Initialen J. J). kommen auf Blättern diesesMeisters vor.

1152. Jobst de Negker, auch De necker und Dienecker ge-X) V\ nannt, ist oben unter dem Initial D No. 901 eingeführt, da

*ir, y^ derjenige, welcher dieses Zeichen nicht aus Erfahrung kennt,darunter nicht D J , sondern eher ein 1) mit einer zufälligen Durch-schnittslinic oder I) f vermuthen wird. Der Holzschnitt, auf welchemdas Monogramm vorkommt, ist an der betreffenden Stelle beschrieben.Dasselbe hat die Form des zweiten Zeichens. Das erste gibtBrulliot I. No. 1601, aber nicht genau, weil es dem zweiten gleichenmuss. Dass das Blatt mit diesem Zeichen vielleicht von David de Negkerherrühre , haben wir bereits bemerkt. Unter b •" n kommen wir aufJobst de Negker zurück.

1153. Pierre Dupln, Kupferstecher, wurde 1718 zu Paris geboren,/""t"~i und hinterlicss eine bedeutende Anzahl von Blättern, besondersvjo Bildnisse, welche im erston Drucke die Adresse des J. Odieuvretragen. Sie kommen in der bekannten Europe illustre vor. Hier handelt