Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
426
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426 DFS-DG. Nr. 1107-1110.

1107. Jacques Dassonville soll nach Heller, Monogr.-Lcx. S. 103,C7< gr' yv auf solche Weise radirte Blätter bezeichnet haben.

c£-). <zJ. Cls. Hierin liegt ein Irrthum , welcher aus der falschenNachbildung des Buchstaben ./ hervorging. Dassonville zeichnete I) .1S,und zwar nur auf einem einzigen Blatte. Heller fügt zur Abwechs-lung auch die Buchstaben ü. F. S. in Antiqua bei, wofür ihm jederGrund fehlte.

1108. David Teniers bediente sich gewöhnlich eines Monogramms,r~i —>. welches das T im Bauche des I) zeigt, mit beigefügtem F oder P.

H ) Das gegebene Zeichen ist daher ungewöhnlich, und wird nicht-*-^ unter I) T F. gesucht werden, obgleich diese Buchstaben darinenthalten sind. Man findet es auf einem sehr geistreich radirtenBlatte mit einem Bauer, welcher nach rechts geht, und den Kopf demBeschauer zuwendet. Er trägt seinen langen Stock über der rechtenAchsel, und steckt die rechte Hand in den Mund. Höhe der Platte3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 1 L. — Dieses Blatt scheint von einem derD. Teniers radirt zu seyn, doch ist es schwer zu sagen, ob vomVater oder dem Sohne.

Unter /) T und DTF kommen wir auf diesen Meister zurück.

1109. Unbekannter Haler, welcher in der zweiten Hälfte desY) fT V 1'' Jahrhunderts in Holland gelebt haben könnte. Man

• ' findet kleine historische Bilder von seiner Hand, welchesehr fleissig ausgeführt sind, aber keinen feinen Farbensinn verrathen.Ktliche Gemälde dieses Meisters sind mit den Initialen D. F. V., anderemit J). V. bezeichnet. Die letzteren Buchstaben würden wir auf einenziemlich unbekannten de Vlieger deuten, welcher lange Zeit in Ham-burg arbeitete, und kleine historische Bilder, besonders halbe Figurenvon Aposteln und Evangelisten malte. Auf Gemälden mit solchen Fi-guren kommen die Initialen vor, es wäre aber eine Eigenheit, wennder Künstler einmal I). V. und dann U. F. V. gezeichnet hätte. Manmüsstc unter F das Wort Fecit vermutben, die Stellung desselbenzwischen D. V. ist jedoch ungewöhnlich, wenn auch Beispiele dieserArt gerade nicht zu den grossen Ausnahmen gehören.

1110. Jean de Gourmont gilt seit geraumer Zeit für den Trägerdieses Zeichens, da Papillon in seinem Traite I.

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/iwxa V- 136 einen Formschneider dieses Namens einführt,

"*? t Uj und auf Holzschnitten das erste der gegebenen Mono-

Iml t^/^/V. gramme vorkommt. Papillon nennt aber kein Blatt^iS ' von ihm, und legt ihm auch das Zeichen nipht bei,

so dass also in Hcller's Geschichte der Holzschneidekunst S. 203, undin der ersten Ausgabe des Monogrammenwerkes von Brulliot nur voneinem unbekannten Meister mit diesem Zeichen die Rede ist. Erstin der neuen Ausgabe des Dictionnaire des monogrammes I. No. 1558,und App. I. No. 192 nahm Brulliot für Jean de Gourmont Partei,da man ein Blatt findet, welches das Monogramm mit dem ganzenNamen und dem Beisatze Excudit trägt. Dieses Blatt stellt Adam undEva am Fusse des verbotenen Baumes in einer Landschaft vor.H. 7 Z. 1 L. Br. 4 Z. 4 L. — Dadurch ist nun allerdings einJ. D. Gourmont nachgewiesen , es fragt sich aber, ob er jener Jeande Gourmont aus Lyon ist, welcher mit seinem Bruder Francois inParis eine Handlung für Kupferstiche und Holzschnitte gründete, undgewöhnlich eines aus ./ ß bestehenden Monogramms mit dem BeisatzeALION sich bediente. Dieses Zeichen, welches man früher mit Unrechtdem Jacques Grandhomme, und einem aus der Luft gegriffenen J. Galion