Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
366
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366 DB. Nr. 955.

dem ersten ähnliches Zeichen, nur etwas kleiner. II. 7 Z. 11 L.Br. 5 Z. 11 L.

5) Eine vierte Fontaine in Tivoli : Fontana ne.l (iiardino di Tiuoliinatizi la faciala del I'alazzo. Links neben dem Vierecke das ersteZeichen. H. 11 Z. 3 L. mit 5 L. Hand. Br. 7 Z. 9 L.

6) fll.-I). No. 201| Die grosso Fontaine in Tivoli: Fontana Maggiorenel (iiardino di Tiuoli uicino all' Ori/ano. Links unten am Steine (las«Weit« Zeichen. B. 7 Z. 11 L. mit 5 L. Rand. Br. 11 Z. 6 L.

Die Blätter mit den Fontaincn in Tivoli gehören in folgendesWerk: Fontane diversn che si uedono nel Alma Cittä di Roma et allreparte a" Italia etc. Die Zeichnungen sind von Maggi und anderenMeistern.

7 — 8) Zwei Blätter mit Fontaincn in Frascati. Sie gehören zuobigem Werke , und werden im Catalog Stornberg IV. No. 791 ohneAngabe des Masses und der Unterschriften erwähnt. Sic sind abernicht mit dem Monogramme bezeichnet.

9) [R.-D. No. 63] Herkules am Kusse eines Baumes sitzend, indessen Aesten sich die Schlange ringelt. Links unten ist das Mono-gramm des Künstlers, und im Rande steht: Hercules inter Hesperidesin hortis Medicoru. II. 11 Z. mit 3 L. Rand. Br. 7 Z. 4 L.

10) [R.-D. No. 64] Der Gipfel des Limonicnbaumcs in der Blüthe.Auf der Bandrolle: Lim oniae Flores. Am Fusse des Baumessteht das Monogramm. H. 11 Z. 3 L. Br. 7 Z. 7 L.

Diese letzten zwei Blätter gehören in folgendes Werk: Hesperides,sive malorum Aureorum eultura et usus libri qualuor Jo. RaptislaeFerarij Sencnsis Societate Jesu. Rornae, Uermanni Srheus, i(ih(i, l'ol.

955. Dirk de Bray von Ilaarlem, Salomon's Sohn, wird von den|I!C1 jn «9 -f vaterländischen Biographen Schilder, Teekenaar undl"''^' / y Figuursmjder genannt, keiner erwähnt aber Gemäldevon seiner Hand. Houbracken sagt zwar, dass Salomon's zweiter Sohn,d. i. unser Künstler, Blumen gemalt habe, wir finden aber in keinemVerzeichnisse ein Bild dieser Art erwähnt. Alle anderweitigen Nach-richten lassen nur vermuthou, dass D. de Bray als Fonnschneider fürdie berühmte Knschedc'sche Bnchdruckerei in Ilaarlem gearbeitet habe.Im Jahre 1656 wurde er Mitglied der Boeckverkoopers-Gild, und 1675kommt er als Sekretär der St. Lukas - Gilde vor. Später soll derKünstler in Brabant einem geistlichen Orden beigetreten seyn.

U. de Bray ist durch mehrere geistreiche Holzschnitte bekannt,welche fast alle zu den Seltenheiten gehören. In früheren Catalogenwird ihm auch ein radirtes Blatt zugeschrieben, die Ansicht der Ruinendes Schlosses von Bredcrodo, welche aber nicht von ihm herrührendürfte. Folgende Holzschnitte sind aber sein Werk:

1) Das Bildniss des Salomon de Bray, Büste ohne Hände nachlinks, wo über dem Schlagschatten steht: 1004- Oud 67. Im Randeliest man: Salomon de Bray , Schilder en Hou-mecsler, tot Hartem.Rechts in der Ecke des durch eine stark« Linie gebildeten Randessteht in Currentschrift <ler Name Braij. f., oder vielmehr ./ Braij , dadie Buchstaben JB verschlungen zu seyn scheinen. Die Zeichnungzu diesem meisterhaften Blatte ist daher von Jakob de Bray. An denBuchstaben f. schliesst sich das zweite Zeichen an , welches aus denCursivbuchstaben I) R bestehen dürfte. II. 6 Z. 5 L. Rand 8 L.

Dieses äusserst seltene Blatt werthet Weigol auf 20 Thlr. Es warfür eine Schrift des S. de Bray bestimmt: Bedenkingen over het nil-leggen en vergroolen der stad llarlem 1007, 4. In R. Wcigel's l'racht-werk : Holzschnitte berühmter Meister elc. III. No. 11 ist eine sehr schöneCopie des Bildnisses.