354 D. Nr. 911 -913.
911. Balthasar Anton und Philipp Heinrich Dunker, Vater undjg). Cr) £ 7)M Sohn, gehören zu den berühmtesten Künstlern
trfc'.r ' -^ V "^0( C '/ /? ihrer Zeit. Beide malten Landschaften undjbr ;jec.,2>.Sc.,^ZJ rfc/y. radirten eine grosse Anzahl von Blättern,theils nach älteren Meistern , theils nach eigenen Zeichnungen. DieInitialen des Namens , welche Brulliot II. No. 555 etwas abweichendgibt, und dem Ph. II. Dunker insgesamint zuschreibt, findet man theilsauf Vignetten und kloinen Landschaften mit dem Beisatze del., f. undfec. Der kleine Buchstabe 1) steht auf der schönen Vignette zumzweiten Theile der Feyerstundcn der Grazien. Bern 1782, 8. DiesesBlatt stellt eine Leyer zwischen Füllhörnern vor , und am Piedcstalederselben deuten die Buchstaben E: II: den Verleger E. Heller an.Diese Vignette rührt mit vielen anderen von li. A. Dunker sen. her.Von ihm sind auch die von Brulliot erwähnten und dem Ph. H. Dunkerzugeschriebenen Blätter nach J. Ph. Hackert, und die beiden Vignettenmit den Köpfen des Heilandes und der hl. Jungfrau nach E. L. Junker.Auf allen diesen Blättern deutete der Künstler durch die ältere Formdes D seinen Namen an. Der modernere Buchstabe bezieht sich eherauf Ph. H. Dunker jun. Von ihm sind die Copicn nach Weirotter,und die folgenden seltenen Blätter.
1) Landschaft mit einem schlafenden Hirten bei der Schafheerde,und einer am Wasser gehenden Fran mit dem Knaben. Nach M. vonMolitor. D. (c, kl. fol.
2) Der unter dem Baume sitzende Hirt, welcher die Schalmeybläst. Vor ihm sitzt der Hund, und rechts und links weiden Ziegenund Schafe. Copie nach Veith, und mit D. bezeichnet, 12.
3) Der abgehauene Baumstamm neben Pflanzen und Brombeer-stauden. Copie nach F. Geissler's Blatt nach Wynants im Musecfrancais. Links unten 0. f.
Im Künstler-Lexicon IV. S. 4—6 haben wir viele Blätter von diesenMeistern verzeichnet. B. A. Dunker starb zu Bern 1807, sein Sohn 1836.
912. Delghton, Carrikaturzeichner und Kunsthändler in London,bediente sich zur Bezeichnung der Kunstblätter und der Hand-zeichnungen seines Verlages eines Stempels, dessen Abbildunghier gegeben ist. Dieser Dcighton ist wohl Eine Person mit
jenem Denis Deighton, dessen Passavant in seiner KunstreiseS. 59 erwähnt. In der Bridgewatcr-Gallerie ist von ihm ein Gemälde,welches den Tod des Admiral Nelson vorstellt. Es hat im Machwerkwenig Verdienst, und ist somit Arbeit eines Dilettanten. D. Dcightonwar zu Anfang unsers Jahrhunderts thätig.
913. Georg Dieffenbrunner, Maler und lladirer, geb. zu Mittcn-ffy r ... wald in Oberbayern 1718, gest. zu Augsburg 1786. Dieserp J-Rcii. gedickte Künstler zierte mehrere bayerische Kirchen mitGemälden in Oel und Fresco. Klauber in Augsburg hat nach seinenZeichnungen mehrere Blätter gestochen, darunter die Ermordung desGrafen Otto von Dachau , welche Dieffenbrunner an der Docke derrothen Schwaige bei Dachau in Fresco gemalt hatte Hier handelt essich aber zunächst um die radirten Blätter des Künstlers. Sic sindsehr leicht und geistreich behandelt, kommen aber selten vor.
1) Ein Studienblatt mit neun männlichen und weiblichen Köpfen.Oben rechts D. fecit. H. 2 Z. 9 L. Br. 3 Z. 3 L.
2) Spielende Liebesgötter in einer Landschaft, in Poussin'sManier, qu. 8.
3) Die Büste eines mit Weinlaub bekränzten Mannes oder Bacchus.D. fecit, 12.