Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
191
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COR. Nr. 500 — 502. 191

500- Cornelis Comelissen von Haarlem bediente sich zur Be-zeichnung seiner Malwerke einesCom. Co. pictor inuenl. I aus den Buchstaben CB bestehenden

Com. Com. Hartem: inve. I Monogramms, welches wir No 100

l gegeben haben. An dieser Stelle istCorn. Com. pictor inuent. \ auch das Weitere über den Meister

Cnrnohi ff ( S esa g^- Die Abbreviatur des Namens

vvtneiy u. i ön(let man nur auf Kupferstichen.

Cornely Jlaerlen. inue. J Au * einem Blatte von J. Saenredam,

' welches Adam und Eva unter demBaume vorstellt, steht: Cor«. Corn. Hartem: inve. H. 11 Z. 6 L.Br. 8 Z. 2 L.

Die beiden audein Abbreviaturen stehen auf den vier Blätternaus dem Verlage von J. Honervogt, welche unter dem Namen derBurzelbaummacher (Culbuteurs) bekannt sind. Sie sind nach denStichen von Heinrich Goltzius copirt, tragen aber den Namen desStechers nicht. Rund, Durchmesser 6 Z. 1 L.

Im Museum zu Amsterdam ist ein Gemälde dieses Meisters mitden Cursiven Cornely II. bezeichnet, wir kennen aber kein zweitesBild mit dieser Signatur. Auch wissen wir nicht, ob irgend eineandere Namens - Abbreviatur auf Gemälden oder Zeichnungen vor-komme. Sie könnte indessen auch von den Kupferstechern beigefügtworden seyn.

Cornely Uaerlen. inue. steht auf einem Blatte aus dem Verlagedes J. C. Visscher, welches Neptun auf dem Delphin vorstellt. Es istohne Namen des Stechers. Im Rande liest man: Saturno genitui,domitor Neptunus aquarum etc., fol.

501. Cornelis Danckerts, Kupferstecher, geb. zu Amsterdam 1561,Cnm Tknnrh o/. machte sich durch Bildnisse, historische Dar-votu. uuniK. ac. stel i ungen UI1( i Landschaften bekannt. SeineBlätter sind aber nicht zahlreich, da der Künstler um 1600 in Ant-werpen eine Kunsthandlung gegründet hatte. Die Abbreviatur seinesNamens findet man auf Blättern mit Kinderspielen, und andern Scenenaus dem kindlichen Kreise. Sie sind nach Cornelis Holsteyn gestochen,gr. 8. In seinem Verlage erschienen grosse Blätter nach Jakob Fou-quieres, Jakob Jordaens, D. Waerden, C. Holsteyn, van Naning &c.Die Folge der l'hiere von J. H. Roos, oder das Beestboekje, B. No. 18bis 30, ist mit C. Danckerts Adresse vom vierten Drucke, und daherist den Kunstfreunden dieselbe nicht sehr erwünscht. Die Blätter vonJ. Saenredam mit C. Danckerts Adresse sind zweiter und dritter Art,wie solche von Jan Muller.

502. Cornelius Ingelram, richtiger Enghelrams, gehört zu/i ,. | . e den wenig bekannten Künstlern, welche in derlorneli. Ingel. f. zweitei i Hälfte des 16. Jahrhunderts thätig waren.Anton Wierx stach vier Blätter nach ihm, welche die KirchenlehrerSt. Ambrosius, St. Gregorius, St. Hieronymus und St. Augustinus vor-stellen, kl. qu. fol. Auf den Stichen mit den beiden ersten Väternsteht: Corneli. Ingel. fec, auf den andern: Cornelius Ingheramuslnvenlor.

Brulliot III. No. 258 sagt, dass Einige unter diesem CorneliusIngheramus den Cornelius Engelbrecht verstehen wollten. Der Namedes Künstlers ist auf den erwähnten Blättern nur unrichtig gegeben.Er heisst Cornelis Enghelrams, und war in Mecheln thätig. In derSt. Rombouts-Kirche daselbst ist ein bewundertes und grosses Gemälde,welches die Werke der Barmherzigkeit vorstellt. Ein anderes grosses