174 CML-CMM. Nr. 449 — 451.
449. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten Hälftep *a , des 18. Jahrhunderts in Frankreich lehte. Das ge-Lßli.scui/o. g C i, ene /eichen findet man auf einem Blatte mit demGedenksteine des Voltaire nach der Zeichnung eines N /,. Im Randesteht: Le Tombeau de Voltaire dedie ä M. de Vüelte, Dame de Ferney,qu. fol.
450. Unbekannter Maler, dessen Lebenszeit die beigefügte Jahr-X 1 zahl bestimmt. Nach der Mittheilung des unlängst
aL ./ verstorbenen Dr. Goldschmid in Frankfurt findet manQf i_i 15 b 1- dieses Zeichen auf einem Gemälde historischen Inhalts.Man wollte es dem Michael Coxcic zuschreiben, gegen welchenwenigstens die Zeit nicht spricht. Es fehlen uns aber alle weiterenAnhaltspunkte, und somit zählen wir den Monogrammisten vorläufigzu den Unbekannten.
Doch bediente sich auch Melchior Lorch eines ähnlichenZeichens, welches Brulliot I. No. 1976 in Nachbildung gibt. Lorchwar Maler, Kupferstecher und Formschneider, es ist uns aber keinBlatt mit diesem Zeichen und der Jahrzahl I5G1 bekannt. M. Lorchwollte nicht C M L zeichnen ; wenn je ein dem C gleichender Schnörkelvorkommt, so ist er ohne Bedeutung. Heller (Monogr.-Lexicon S. 85)lässt den Buchstaben F aus dem Monogramme weg, fügt aber auchein dem obigen ähnliches Zeichen hei, mit der Bemerkung, dasseinige den Michael Coxis, andere den Melchior Lorch darunter ver-muthen wollen. Lorch stammt aus Flensburg, und somit könnte manohne Zwang M. Lorch Flcnsbwgcnsis lesen.
451. Giuseppe Maria Mitelli, Maler und Radirer, geb. zu Bo-f~i logna 1634, gest. 1718. Schiller von F. Albani, Guer-VW A\j c ' no ' *'• Torro und S. Cantarini, den bessten Malern
" s-yxx, seiner Zeit, sollte man ihn selbst als solchen lobenC^ Q. können, was aber nicht der Fall ist. Die wenigenV^L, i/VL Bilder, welche man von ihm findet, verrathen keingrosses Talent, und auch seine vielen Radirungen lassen viel zuwünschen übrig. Bartsch P. gr. XIX. p. 267 beschreibt deren 162,hält aber das Verzcichniss nicht für vollständig. Auf mehreren Blät-tern findet man die obigen Zeichen. Es ist GM M zu lesen, wer aberdas Monogramm nicht aus Erfahrung kennt, wird C vermuthen. Aufandern Blättern steht die Abbreviatur G. MA. MTI F. , worauf wirzurückkommen.
Nachträge zum Peintre - graveur und zum Künstler - Lexicon,
wo sich bereits Supplemente finden.
1) Die Geburt Christi, oder die Anbotung der Hirten. Mariasitzt links neben Joseph, und reicht dem in der Krippe liegendenKinde die Brust. Der Raum ist durch eine Querstange abgeschlossen,und um diese versammeln sich die Hirten, welche in der Mitte eineGruppe bilden. Oben schwebt Gott Vater, und rechts öffnet sich dieAussicht auf Landschaft mit einer Stadt. Nicol. Abbalis Inuen. JosephM? Mitelli delin. et Incidit, gr. qu. fol.
Im spätem Drucke hat dieses seltene Blatt die Nummer 3fi.
2 — 18) Maria Veraine coronala. Descriiione e Dichiarazione delladiuota solenitä fatta in lieggio 1674, Compasta dalV Ab. Giac.omoCertani. - In Rtggio MUCLXXV.. fol.
In diesem schönen und seltenen "Werke sind 16 radirte Blättervon Mitelli, welche alle den Namen des Künstlers tragen.