CK. Nr. 293 - 296. 105
liehen und bürgerlichen Scenen, welche sehr fleissig auf Kupfer aus-geführt sind. Seine Blüthczcit füllt um 1650—1660. Man verwechseltihn aber gewöhnlich mit dem Maler und Kupferstecher Denis Koedyck.welcher 1881 z " Zaandam geboren wurde, [mmerzeel lässt den ClaasKoedyck in diesem Jahre geboren werden, kennt aber den Denis Koe-dyck nicht, und verwechselt somit hinsichtlich der (ieburtszeit letzterenmit Claas Koedyck. In anderes Wörterbüchern kömmt ein um 1660lebender Genremaler Koedyck ohne Taufnamen vor, und dieser istunser Claas Koedyck, wohl Vater des Denis.
293. Carl Krumpigl, Landschaftsmaler, geb. zu Prag 1805, gest.—, y zu München 1832. /um Bandels8tan.de bestimmt, konnte
jfi / s~y er anfangs nur in Mussestunden zeichnen, widmete sichrlßT [V? aber von 1826 an unter Leitung des Malers Piopcn-v^-V^^"/ tO liagen ausschliesslich der Landschaftsmalerei. Er malteWaldparthien mit Wasserfällen, welche seinem Hange zur Einsamkeitentsprachen. Auch für die Architektur hatte er Sinn, im Ganzen abersind nur wenig Bilder von ihm vorhanden. Kr bezeichnete sie miteinem Monogramme.
294. Charles Knapton, Maler und Kupferstecher, geh. zu London
1698, verband sich mit Arthur Pond zur Herausgabe einesÖvT "Tfe trefflichen Werkes, welches Zeichnungen berühmter alter■J'V'J'X - ]\T 0 j s t, C r imitirt. Wir haben darüber unter dem Monogrammedes A. Pond I Nr. 11C0 bereits gehandelt, und dabei auch auf Knaptonhingewiesen, so dasi hier nur bemerkt wird, dass dieser Künstlermeistens Landschaften in Tusch- und Crayonmanier, in Camayeu undauch in Fodcrumrissen nachahmte, Die Imitations of Drawings byA. Pond and (Ih. Knapton enthalten vollständig 95 Blätter, und dar-unter sind 27 von Knapton's Hand. Auf mehreren findet man dasZeichen des Meisters, auf andern steht der Name. Auch die InitialenC. K. kommen vor.
Oh. Knapton starb 1760. Man darf ihn nicht mit dem Bildniss-Maler George Knapton verwechseln.
295. Johann Christoph Keller, Zeichner und Kupferstecher von
Nürnberg, war in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts
frs< Ch, thätig. Die gegebenen Monogramme findet man auf colo-
jA^j _y^ rirten Pflanzenabbildungen, welche er für den Hofratb
Trew fertigte, üörner fand deren in der Sammlung der
Kunstschule zu Nürnberg.
296. Carl Wilhelm Kolbe, Maler und Professor an der k. Akademie
JL^ in Berlin, geboren daselbst 1781, bezeichnete in seiner
U\ i/t? <\{ tl,ilnl ' r( '" /i(,it ""''"aide mit dem ersten der gegebenen/^ Ml/Vli Monogramme. Diese Bilder gehören zu seinen kleineren£/ Werken romantischen und idyllischen Inhalts. Auch auf
Federzeichnungen kommt das Monogramm mit geringer Abweichung vor,und noch häufiger, als auf Gemälden des Künstlers. Auf kleinem Ge-mälden stehen auch die Initialen CK. oder C. W.U. Wir haben ihmund seinem gleichnamigen 1835 in Dessau verstorbenen Onkel imKünstler-Lexikon das gebührende Loh gezollt. Seine Werke sind sehrzahlreich und mannigfaltig, da er sich eben Barwohl auf dem Gebieteder Geschichte, als des Genre und der Landschaft bewegte. Kin blei-bendes Denkmal sind seine Fresken im Marmor-Palaste bei PotsdamIn den Bildern des zweiten Saales illustrirte er das Nibelungen-Lied,aus welchem einzelne Charaktere entnommen sind, um dadurch und in