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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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An seiner Grablegung hat man gerühmt, dafs dieMutter des Erblafsten die Dornenkrone vom Hauptedes geliebten Sohnes mit schüchterner Behutsamkeitabnimmt, als fürchtele sie noch, ihm neuen Schmerzzu verursachen. Das ist zart empfunden , aber dieMutler sollte es nicht seyn , die diefs thut.

Ein schönes NachtsLück sind seine Hirten beider Krippe, und bei der unendlich oft wiederholtenBehandlung dieses Gegenstandes wird dieses Bildvon Van der Werff immer seinen Rang behaupten.

Warum nannte man diesen Saal nicht nach R e m-brant, von welchem hier neun Gemähide hängen?Er ist der gröfste Künstler fürs Auge , und bisweilenweifs er auch das Herz zu treffen. Mitunter hatteer sogar erhabene Gedanken, aber sie verloren sichbei ihm wieder in der Bezeichnung. Unerreichtbleibt er inzwischen immer in dem , worin er vor-trefflich ist, in der Kraft des Kolorits , in der Wir-fcung des Helldunkels, in dem täuschenden Relief.Seine Gestalten kleben nicht an der Leinwand, mankann um sie herumgehen, und selbst das Gefühl kanndas Auge nicht von dem Irrthum überzeugen.

Sechs der hier von ihm befindlichen Stücke sind ausder Geschichte des Erlösers genommen, von seinerGeburt bis zu seiner Auferstehung, und bilden dem-nach eine Messiade im Cyklus. Drei andere sinddie Porträts des Künstlers selbst, des Mahlers Gerard