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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Sitz eines Kantongericlits. Eine kleine Strecke hin-ter der Stadt erhebt sich der reitzende Apollinaris-berg mit einer nun auch aufgehobenen Frobstei.An der Höhe des Berges hängt eine Klause von Re-ben umgrünt. Die freundliche Lage und die herrli-che Aussicht, welche dieses Plätzchen gewährt, ma-chen es eben nicht sehr geschickt zu einsamen Be-trachtungen. Diese Wohnung frommen M/üssiggaugswäre mehr geeignet zum Aufenthalte eines Dichters.Doch diese müssen sich ihr Tibur gewöhnlich aufeinem Zimmerchen fünf Treppen hoch schaffen, wosie freilich den Göttern näher sind, als den Men-schen.

Die Römer hatten ehemals eine Heerstrafse hierangelegt, und man findet noch einige zerbrocheneSäulenschäfte, mit einer Inschrift, welche das Jahr162, unter dem Kaiser Lucius Aurelius Verus, alsden Zeitpunkt angiebt, in welchem diese Strafsevollendet wurde.

Uin die Zerstörung dieses Wegs durch den An-trieb des Stroms zu hindern, ist das Ufer mit Ba-saltsteinen eingefafst, die in dieser Gegend sehrhäußg sind.

Eine halbe Stunde von Rheimagcn liegt am rech-ten Ufer die kleine Stadt Unkel in einer einladen-den Gegend. Eine Reihe von Dörfern zieht sichvon da bis an das majestätische Siebengebürg hin.