NEÜWIE D.
Neuwied liegt auf dem rechten Ufer in einer rei-teenden Ebene, um die sich ein Amphitheater vonBergen zieht, die malerisch hintereinander empor-steigen. Zauberisch erheben sich — immer entfern-ter und kleiner — Dörfer, Schlösser, Landhäuserund Ruinen; Die meisten Berge sind mit Holz be-kränzt , und das Grün der Belaubung mischt sichharmonisch mit der Bläue des Himmels.
Zunächst hinter der Stadt zieht besonders dieAbtei Römersdorf auf einer Anhöbe, an derenFufs das Doif Heimbachweis liegt, den Blick an.Schon der Name (villa lomana) deutet auf eine alteRömernicderlassung, wie denn auch in dieser. Ge-gend noch verschiedne Säulen, Gefäfse und Münzenmit dem Gepräge Marc Aureis , Julius Caesars, Con-stantins, der Agrippina u. a. m. aufgefunden wur-den. Ein Berg, der Götze genannt, der Heiden-graben, die Römerburg erinnern ebenfalls anjene alten Zeiten.
Neuwied breitet sich freundlich am Rhein aus,