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Der Chftrnkter des Volks ist heiter, theilnehmend,offen. Die gröfsere Klasse besitzt nicht die Feinheitund Anstelligkeit, wodurch sich die Einwohner vonMaynz und Mannheim auszeichnen, ist aber destoeinfacher und herzlicher. Der Geist der Betrieb-samkeit regt sich itzt hier und in den meisten geist-lichen Rheinstädten mehr als zuvor. Man fangt an,sich nacli Hilfsquellen umzusehen, welche den Ab-gang der Residenzen und eines zahlreichen und be-güLerten Adels ersetzen können. Die öffentlichenVerwaltungen gehen mit Einigkeit und Ordnung; zuden Schulen sind auch schon treffliche Lehrer vor-handen , und manche höhere Industrie - Anstalt istim Beginnen. Auch soll sich in dem Moseldeparte-ITierit, wovon Coblenz die Hauptstadt macht, mehrGemeingeist zeigen, als in dem Donnersberger, viel-leicht weil seine Bestandteile weniger ungleichartiggemischt sind.
An Sonn - und Festtagen liebt das Coblenzer VolkSpaziergänge und laute Belustigungen. Da schwärmtes haufenweise in die benachbarten Gärten und Dör-fer, und ergötzt sich an fröhlichen Tänzen nachMusik und Trommelschlag.
Einer der anmuthigsten und besuchtesten Orteist die ehemalige Karthause. Die Lage ist eineder herrlichsten am ganzen Rheine, und kann alsGegenstück zum Johannesbeige im Rheingau gelten.A »s. H. ni,. 2 . Heft. 8