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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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Der übrige Theil der Stadt ist weniger angenehm,doch sind die Strafsen meist hell, grofs , und einigoAuch noch ziemlich regelmäßig. Der Häuser mögenobngefähr einhundert seyn.

Ehemals wohnten in Coblenz viele Adeliohe; dieGrafen von Melternich, von der Leyen, von Elz,vonBassenheim, und die Freilierrn vonBiiresheim, vonBoos, von Kerpen und Klodt hatten ihre eignen zumTheil schön situirten Häuser hier.

Öffentliche Plätze sind in der Stadt nur drei: derParadeplatz, der Plan an der Hauptwache, und derSpaziergang vor dem Schlosse.

Vormals hatte Coblenz zwei Collegiatstifter, vierMannsklöster, drei Nonnenklöster und drei Pfarreien,Wie auch eine Kirche des deutschen Ordens.

Die Collegintkirche zum heiligen Kastor stehtWahrscheinlich auf einer ehemaligen Rhcininsel, wieihre Lage und der Umstand schliefsen läfst, dafsman beim Eingang sieben Stufen hinab steigen mufs.Sie ist in einer schönen Form gebaut, und enthältein marmornes Grabmabl, welches die Asche vonRizza , einer Tochter Ludwigs des Frommen, aufbe-wahrt. In dieser Kirche wurde im eilften Jahrhun-dert eine Versammlung von drei Königen und eilfBischöfen gehalten. Im Chor sieht man in den Rück-wänden vier gute Gemälde von Zick, der im ThaleRhrenbreiisiein wohnte.