von der (innen Fischerhütte kommt man in ein glück-liches Hirtenthal, von nackten Felsgebirgen und altenRuinen in belebte und vielbesuchte Städte.
Was der Gegend um Coblenz ein eigenthümlichesInteresse giebt, ist der grofswirkende, gar nichtschneidende Kontrast des hohen alten Ehrenbreit-Stein mit dem heilern modernen Schlosse diesseits.Dort sieht man die Trümmer von gothischen Thür-men und Vormauern, Finstre Schiefsscharten undungeheure Wände aus Felsen gehauen; hier einengeschmackvollen Pallast mit lichten Säulen und grie-chischen Kapitalem und Gesimsen prangend. Dortherrscht ein schauerliches Helldunkel, hier einesanfte erquickende Beleuchtung. Der zersprengteEhrenbreitslein ist ein besiegter Porus ohne Kroneund Waffen, der aber selbst seinem Sieger noch Ehr-furcht ejnflüfst, dem das unerbittliche Schicksal ihnin die Hände gab. Das fürstliche Schlofs gleicht deinjugendlich blühenden Helden , den der Sonnenscheindes Glücks umlächelt.
Diese alte Vcste, die so lange auf ihren uncr-stiegnen Felsenwällen trotzte , giebt ein Bild der deut-schen Verfassung; sie war eckigt, unscheinbar, nachZeit und Umständen geformt, aber fest stand sie undEhrfurcht gebietend; die Stürme eines Jahrtausendswaren über sie hingegangen, aber noch stand sie