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Welmich stehen die einsamen Mauern des allenSchlosses Thurnberg, von einigen auch die Mausgenannt. Kuno von Falkenstein, Erzbischof vonTrier, verlebte auf dieser Burg den Rest seiner Ta-ge, nachdem er vorher (im Jahr i388) seine Würdeniedergelegt hatte. Jetzt ist sie ein ödes Denkmalder Verheerungen des dreifsigjährigen Kriegs. Nocherstrecken sich bis Welmich herab die Ueberresteihrer Ringmauer, zwischen denen jetzt der friedlicheWeinstock blüht.
Vor dem Städtchen breiten sich Wiesen und Obst-gärten bis an den Rhein aus, und hohe Baumgrup-pen spiegeln sich in seiner Flut. Don Hintergrundbildet ein seltsames Gemisch angebauter Hügel undübereinander geschichteter Berge, die sich in immerdunklern Fernen zuletzt in den Schatten des Lurleyverlieren.
Vom linken Ufer herab glänzen noch die Häuserund Thürme von St. Goar und der höbe majestäti-sche Rheinfels. — Nein, diese Gegend hat schwer-lich ihres Gleichen.