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Mahlerische Ansichten des Rheins von Mainz bis Düsseldorf : mit 3 Kupfern u. 1 Karte
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die auffallendsten Veränderungen der Ansicht bewirkt.Mit diesem Wechsel des Lichts vereinigt sicli dieWirkung der Wolken, die bald einen dünnen Schleierüber die beleuchteten Stellen ausbreiten, bald diedunkeln Parthien nocli dunkler halten, bald zitterndeStreuen von Licht durch die Schatten spielen lassen.. Eine ferne Spitze erscheint auf einmal durch einenStrahl beleuchtet, und hebt sich deutlich hervor,und eine nahe Lichtparthie versinkt plötzlich in Schat-ten und Dunkel. ' .

Zu diesem Wechsel der Beleuchtung kommt auchder des Flusses , welcher sich bald mühsam zwischenLeisen durchdrängt, bald wie ein kleiner See maje-stätisch ausbreitet. Dies alles trägt bei, dafs dasAuge in dieser weiten und reichen Gallerie von Land-schaften nie ermüdet, und sich zu jeder verändertenAnsicht auch der Reitz der Neuheit gesellt.

St. Goar erhebt sich prächtig in diesem neuenAmphitheater , und still und ernst auf den Felsen da-hinter die Veste Rheinfels. Vor dem Kriege prangtesie mit stolzen Thürmen, Bollwerken und Mauern,und schien zu gebieten über die weite Gegend ; jetztliegt sie wehrlos da im Staube, und ihre Trümmersind über den Berg herab zerstreut. Ihr Fall warruhmlos ein schreckendes Vorbild von dem Schick-sale Germaniens. ; k

Es war im Jahr 1245, als Graf Diether der Reiche