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DIE BANK
Ohngefähr eine Viertelstunde ober St. Goar bil-det der Rhein einen tiefen Kessel, rings mit Felscn-wänden umgeben. Er scheint jetzt stille zu stehen,und das Ende seines Laufes gefunden zu haben. Ho-her Ernst spricht liier den Wanderer an aus dergrofsen Naturseene. Man wähnt sich auf einmal vonder übrigen Welt getrennt. Bald aber macht derFlufs eine neue Krümmung —' und mit Blitzesschnelleergreift und verfolgt er seinen gefundenen Weg, undrauscht unmuthig über mehrere Felsen dabin, dieeine Reihe von hintereinander liegenden Bänken bil-den; daher auch die Stelle den Namen der Bankhat. Diese Bank ist gefährlicher als das Binger Loch,zumal bei niedrigem Wasser, und Schiffe und Flöfsehaben alle Vorsicht nöthig , um nicht zerschellt zuwerden.
Sobald sich eine Flofse dein gefährlichen Flecknähert, bringen die Schiffer einen grofsen und einigekleine Stämme an das "Vordertheil desselben, umdadurch den Lauf des Stroms zu gewinnen, oder, imschlimmsten Fall, dem Anprallen an das jenseitige Ufer