ASMANNSHAUSEN.
Kaum dreht sich das Fahrzeug durrli die Rhein»windung und an HaUo's Tliurme vorüber, so. hatman schon As inanns hause n vor sich, dessenYV'inzerhütlen sich in Fruchtbäume verstecken, undam . linken Ufer die zerfallenen Mauern von Bauz-berg oder Pfalzberg, an dessen Fufse eine an-mutliigü Meierei liegt, die Trümmer von Kdn ig-st ein oder Rheins tein, und etwas weiter hinabdas alte Schlofs Falkenburg, in dessen Nähe diePfeiler und Fensterbogen einer zerstörten gothischenKirche malilerisch zwischen I3äuuien hervorblicken.Diese verschiedenen Ruinen, deren Geschichte nie-mand mehr kennt, erheben das Feierliche der wil-den romantischen Gegend.
As mann sh aus en zeigt schon durch seinen An-blick, dafs seine Bewohner arm sind, und ihr Brotvon dem Spaten haben, denn hier, wie meist imganzen Rheingaue , ist der Landmann entweder Tag-löhner des reich' n Gutbesitzers, oder er wird durchdie von Zeit zu Zeit eintretenden Misjahre dem Wein-händler zinnsbar, von'welchem er auf den ungewis-sen Ertrag des Herbstes baare Vorschüsse zieht.