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DIE RUINEN ZU RÜDESHEIM.
Diese ehrwürdigen, mahlerischen Ruinen sindvielleicht noch römischen Ursprungs. Da das gegen-überliegende Bingen von den alten 'Weltbezwingernbefestigt war, so mochten sie hier vielleicht einVorwerk angelegt haben *). Später schulen dieHerrn von Rüdesheim das zerstörte römische Kastellzum teutschcn Rittersitz um. Wirklich sind auchdie Fensterbogen und Gewölbe d^s einen Thurmsrömisch, da hingegen die Fenster, Erker und Ge-simse des weiter oben stehenden, höhern Thurmseinen gothischen Ursprung verrathen. Konrad Bröm-ser, der um <j5S lebte, heirathete eine Freiin vonIlüdesheim , und kam durch sie in den Besitz derBurg und des Städtchens. Mit Heinrich von Bröin-ser, der Churinainzischer Hol'rlchler und Vizedom,auch Abgeordneter bei den Friedcnsunterhandiungenzu Osnabrück war, starb das Geschlecht in seiner
*) Noch deuten die Namen mehrerer Oite auch des diessei-tigen Rheingaus ihren römischen Ursprung au, zum Beispiel»Eltvill — alta vllla — Weinzell—■ vinicella — Lorch —■ Laureacum,— und verschiedne andre.