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blumichtes UFer. — Es ist ein wahrhaft dichteri-sches Thal, würdig der Radiernadel eines Swanc-feld oder Waterloo, und ich sah es von der an-genehmsten Staffage belebt. Hier stieg ein Mädchensorgsam die Treppe herab, um seinen Milch topfin das Wasser des Bachs zu setzen; dort wuschein andres sein Gewand von Linnen, und holdeKinder, deren ganze Bekleidung ein Hemd war, plät-scherten in dein Wasser, und versteckten sich unterdem überhängenden Gesträuch des lieblichen Bordes.Etwas weiter hin liegt die Klause, ein längstverlassenes Nonnenkloster, und das dein Grafen vonGreifenklau gehörige Rittergut Vollratz mit ge-schmackvollen Anlagen.
Der Weg auf den Johannesberg wird allmäligzum schmalen und mühsamen Pfad — man steigtzwischen den Weinreben hinauf, und steht nun vordein schönen neuen Schlosse, das eine der schön-sten Aussichten des Rheingaus beherrscht.
Wahrlich diese Stelle verdient es, der Tempeldes teutschen Weingottes zu seyn!
Vor sich hat man den Rheingau, in einer sanf-ten Krümmung hingedehnt, den Rhein mit Inselnbesät, dessen Wogen hier wie Silber funkeln, unddort von den tiefen Schatten überhangender Felsenund Bäume bedeckt werden. Zahllose Flecken undDörfer und Landhäuser und Klöster erheben sich —