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hundert Thore gehabt, und ein anderer, den Leib-niz anführt, preist ihn als ein Wunder der Kunst,als das gröfste Werk jener Zeit, und versichert, dieSäulen seyen von Rom und Ravenna hierher ge-bracht worden! *•» Und so wenig ist mehr übrigvon seiner Herrlichkeit und Schönheit, obgleichFriedrich der erste ihn wieder hatte erneuernlassen.
Es ist ein eignes Gefühl, auf der Stelle zu ste-hen , wo ein grofser Mann wandelte und wirkte!Und dieser Mann war ein Wohlthäter nicht nurTeutschlands , sondern der Erde. Er wufste , dafsdie bürgerliche Kultur eines Volks die Bedingungseiner Humanität sey, und dafs der Mensch erstden Kampf der leblosen Natur bestanden habenmüsse, bevor er das Geheimnifs eines höhern Le-bens zu fassen vermag. Er achtete und förderteKunst und Wissenschaft, und indem er ihren wohl-thätigen Einfiufs in seinem Gemüthe wahrnahm,suchte er sie allgemein zu verbreiten , und diefs be-weifst , dafs er den Menschen schätzte, und an seineWürde glaubte, statt dafs man ihn in unsern Tagenmeist nur als unentbehrlichen Hauptressort in derkünstlichen Staatsmaschine betrachtet und behandelt.Karin verdankt man die erste Anlage der Städte, unddamit die Entstehung des dritten Standes, ohne wel-chen es keine eigentliche bürgerliche Gesellschaft giebt.