Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
1129
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SF. Nr. 4082-4085. 1129

4082. Unbekannter Formschneider, wenn nicht SigmundFeierabend, welcher um l.'JliO —1!>8() In

r [ Jr CjT Frankfurt a. M. thätig war. Die Zeichen' ■=■=>=>/ ^ stehen auf verschiedenen Holzschnitten in

Büchern, welche meist im Verlage des S. Feierabend erschienen sind.Wir nennen in erster Reihe das Werk: NEuwe Biblische Figurendefs Alten vnd Neuwen Testaments, geordnet vnd, gestellt durch —Johann Bocksperger den jüngeren, vnd nachgelassen durch — JostAmman. Frankfurt am Mayn, Sig. Feyerabend, G. Rab u. WeigandHauen Erben MÜLMIII.

In der Bibel von Virgil Solis, Frankfurt 1 iJ70, ist nur ein einzigesBlatt mit S. F. bezeichnet. Es ist der Titel: Die Propheten all TeutschD. Marl. Luth., dessen Bordüre in sechs Abtheilungen biblische Scenenenthält. Ein Blatt findet man auch lh der lateinischen Ausgabe desFlavius Joseph. Frankfurt i!>80.

Bartsch, P.-Gr. IX. p. 419 und Monogr. X. Nr. 203, schreibt ihmauch das Monogramm S. HF. zu, was wir in Zweifel ziehen, da derKünstler in dem einen und demselben Werke kaum auf zweierlei Weisesignirt haben wird. Auch das F mit dem Schneidmesscr bezieht Bartschauf ihn, so dass das F entschieden den Familiennamen anzeigen müsste.

Es ist kaum zu bezweifeln, dass S. Feierabend selbst das Schneide-messer gehandhabt hat. In der Dedication des Werkes: InsigniaS. C. Majestatis, Principum Eleclorum etc., schreibt er von sichselbst: Trahit sua qnemque voluptas, ego solus exemplo et testi-monio esse polero, qui circa immensas in re typographica sumptusgravissimasque curas in primis piclurae cum magna animi volup-tate studeo — atque adeo me nou poenitel islorum vel sumptuumvel laborum, ut indies novo et pingendi et sculpendi studio meoblectam. Es existirt ein Holzschnitt mit seinem Namen: Christusam Kreuze, links Maria, rechts Johannes und am Fusse St. Magdalena.Links unten ein Tälelchen mit dem Namen : SIGMVND FEIERABI,rechts ein zweites Tafelchen mit: IOSEPHE SALVIAT. — Zahlreichweiden freilich seine Arbeiten nicht gewesen seyn, er war durch seineumfassende bucbhiüidlerisclic Tlnitigkcit hinlänglich in Anspruch ge-nommen und trieb ausserdem die Kunst mehr aus Neigung als zumErwerb. Zudem fallen diese Versuche auch in seine frühere Zeit,wo er noch nicht über so viele tüchtige Kräfte, welche später für ihnarbeiteten, verfügen konnte, und seine buchhändlerische Thätigkeitsich noch in bescheidenen Grenzen bewegte.

4083- Unbekannter Formschneider, welcher gewöhnlich S II Fcr , zeichnete, daher wir auch hier nicht näher auf ihn eingehen.

4084. Unbekannter niederländischer Kupferstecher gegen Ende

Sin lies 1(5. Jahrhunderts, Das Zeichen steht auf folgendem Blatte:Jr Salomon's Ilrtheil. Salomon sitzt rechts auf dem Throne, undvor ihm knieen die beiden Mütter, während der Scharfrichter das Kindzu zerhauen im Begriffe ist. Links und im Mittelgründe sind Männer.Links unten das Zeichen. II. 7 Z. 11 L. Br. 11 Z. G L.

4085. Sebastian Furck, Zeichner und Kupferstecher zu Frank-furt a. M., gest. 1660. Das Zeichen steht auf einer Ansichtvon l't'affenmünz in Mcissner's Sciogruphia Cosmica, Nürn-berg 4048, qu. 4. Es kommt aber auch auf anderen Blättern vor,wio auf dem Titel zu Apollinaris Ein Neuer Albertus Magnus,Frankf. a, M., 4.