Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
832
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832 P. Nr. 2729.

2S) Zwei Messerhefte. Jenes links endet in ein Medaillon mitdem Medusenhaupte. Ueber diesem zeigt sich ein Handelnder mitzwei Chimären, und zwei Satyrn mit dem Rücken an einander gelehnt.Oben auf dem Tüfelchcn zwischen Satyrn und Sphinxen stehen dieBuchstaben P C. II. :t Z. :! L. Br. oben 6 L„ unten 8 L.

Auf dem Hefte rechts steht unten ein Triton mit doppeltem Fisch-schwanz, und die Arabeske geht von einem kleinen Amoretten aus.In Mitte sind zwei andere Liebesgötter, und der bärtige Faun trägteine Vase. H. 3 Z. 3 L. Br. oben 4 L., unten 7 L. H. der ganzenPlatte 3 Z. 5 L. Br. i Z. 9 L. D. 394.

Nach Duchesne sollen drei Exemplare existiren.

2729. Unbekannter Kupferstecher, welcher um ISil thätig war.Das Monogramm hat Aehnlichkeit mit jenem desPeregrini da Cesena oder Cento, wie unter dervorhergehenden Nummer zu ersehen ist. Das Blattmit dem ersten Zeichen und l.'ill, welches ein sitzendes Kind vorstellt)schrieb liartsch XIII. p. 200 Nr. t dem Peregrini zu, die Zeichnungist aber für diesen Meister zu schwach, und die Arbeit zu roh. Unodann bat Peregrini 1511 sicher nicht mehr gelobt, oder wenigstensnicht mehr gearbeitet. Im Artikel des Peregrini haben wir auf einejjPietro da Cesio aufmerksam gemacht, für welchen Zani undDuchesne einstehen wollten. Wir verweisen in dieser Hinsicht an'den vorhergehenden Artikel, und lassen es dahingestellt seyn, ohdieser Pietro von Cesi oder Cesio der Träger der gegebenen Zeiche' 1sei. Es handelt sich um einen mittelmässigen Kupferstecher der vene-tianischen Schule zu Anfang des l(i. Jahrhunderts, welchem die beidenersten Blätter angehören. Das dritte Zeichen mit Doppcllinien finde*man auf einer Copio nach Albrecht Dürer, welche feiner und breiterbehandelt ist, als das Original. Der Copist hat das Bild ins Italienisch»übersetzt, und man kann annehmen, dass es sich um einen unddenselben Künstler handle.

1) Ein nacktes Kind, welches auf einem am Boden ausgebreitetenTuche sitzt. Es ist in Profil nach rechts gewandt, wo am Aste eine"Baumes ein Täfclchen mit P 13 II hängt. II. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 2 l>-

2) Die hl. Jungfrau mit dem Kinde auf dem Throne in einerNische stehend. Links steht St. Sebastian mit dem Pfeil, rechtsSt. Catharina mit dem Rade. Unten sitzen zwei Engel, diu' eine BWder Violine, der andere mit der Zither. An einer Stufe des Thronessteht: 0 MATER DE] MEMENTO MEI. Im Rande liest man:0 bEATK SEbASTIANE MILES XPI. bEATISSIME QVIA MAGNAFIDES TVA. [NTERCEDE PRO NolilS AI) DO.MINVM VT A PESTk8IVE MORBO EPIDEMIE LIKEIIEMVR Dann das Monogramm-H. 9 Z. (i L. mit dem Rande. Br. (i Z. 10 L.

Dieses Blatt ist besser gestochen, als jenes mit dem nackten Kinde-Das Monogramm gleicht dem ersten, und daher wird es sich um dc nVerfertiger des obigen Blattes bandeln.

3) Die hl. Jungfrau mit St. Anna, gegenseitige Copie nach A. Dürer,B. 29. Maria mit dem Kinde steht links vom Rücken gesehen, " n(1gegenüber berührt Anna mit der rechten Hand das Haupt des Kindes.Oben in der Mitte erscheint Gott Vater mit dem hl. Geiste in der Glorie-Unten steht das zweite Zeichen. II. 4 '/,. Br. 2 Z. 0 L.

Der Kupferstich von A. Dürer fällt in die Zeit um 1810, und d,eCopie kann nicht viel später seyn.