816 OR. Nr. 2688-2691.
Die Folge besteht aus 11 Holzschnitten mit breiten Bordüren. Ausserden genannten Blättern kennen wir aber nur Jone mit Christus M»dem Oelberge, die Gefangennehmung Christi, Christus vor Caiphas,Christus vor Pilatus, die Kreuztragung und die Himmelfahrt Christi.Die drei letzten Blätter sind ohne Zeichen, und werden der Zeichnungnach dem Bernhard van Orley zugeschrieben. Das Zeichen könnteallerdings auf diesen Meister gedeutet werden, allein die Compositionspricht eher für Martin Heemskerk. H. 13 Z. 6 L. Br. 18 Z. m' 1den Bordüren.
Es scheint auch eine Ausgabe mit spanischem Texte veranstaltetworden zu seyn, wir wissen aber nur von dem Blatte mit Christusim Oelgaiten. Unten im Cartouche steht: Pasado el Torrenle deCedron Judas le beza y a los Judios lo libra, que von nel armadoskam que le siyna. Unter der verzierten Einfassung ist der Gegen-stand angedeutet: Jesus en el rnonle de las Olivas elc. Durchmesserder Höhe 9 Z. 6 L., jener der Breite 13 Z. 6 L. Mit der Bordüre13 Z. 6 L. Br. 18 Z.
Eine weitere Folge von 0 Blättern enthält Vorstellungen aus demLeben des hl. Petrus, welche aber in Zeichnung und Schnitt geringersind. Einige Blätter tragen das Zeichen, auf dem letzten steht aber:A Paris, par Marin Boussy, en la rue de Montorgueil ä VImag ede St. Pierre. Die Grosse der Blatter ist jene der Passion, sowohlim Durchmesser, als mit den Bordüren.
Eine dritte Folge von 10 Blättern mit dem Monogramme gebenScenen aus der Apostelgeschichte, alle diese Folgen gehören abervollständig zu den grossen Seltenheiten. Die Bilder aus der Apostel-geschichte erscheinen ebenfalls in Bordüren, mit der Adresse von Mari"Boussy. II. 12 Z. Br. 17 Z.
Es scheint ebenfalls eine Ausgabe mit spanischem Text vorhandenzu seyn, wir kennen aber nur ein Blatt dieser Art, jenes mit St. Jakobiwelcher auf dem Wege zu seiner Marter einen Lahmen heilt. Untensind zwei Täfelchen mit der Schrift, auf jenem links : Los Judio*viendo etc., rechts : Siendo Santiago lleccado etc. Dieses Blatt is'ohne Zeichen.
2688. Unbekannter Maler, welcher im 16. Jahrhundert in München/ c~^ gelebt zu haben scheint. Das Monogramm steht auf dem BiW"Qy 40- nisse der Herzogin Elisabeth, Gemahlin Stephan 1 ! II von Bayern-
I Das Blatt gehört zur Series Imaginum Augustae Domus lloica evon Joseph Anton Zimmermann. München 1770 ff., fol. Der Mono-grammist malte das Bildniss nicht gleichzeitig, sondern copirte no»ein altes Gemälde. Er könnte erst im 17. Jahrhundert gelebt haben.
2689. Orazio Scarabelli, Radirer, war um 1K87 in Florenz thätif?-<~v r Er radirte nach Bontalenti's Zeichnungen die FestlicH'
OTCbl "p keiten und Decorationen bei der Vermählung des Gro»"Vj ^ herzogs Ferdinand de Mcdicis, 12 Blätter von ungleicheGrösse. H. 8—9 Z. Br. 12-13 Z. 1 L. Auf diesen Blättern steht.oraz f., Orazio Sccarabelli Fior"° Fee. und Orazio Schar' Fiorenh* 0,
2690. NicoloOrazi, Kupferstecher, warum I7(!() in Florenz thätifORA7 F Er stach <ur da9 Wf!rk ubcr herkulanischeAltcrtl]iiin cr 'W1 • /• und Ornamente. Auf Blättern dieser Art kommt üh-Abbreviatur vor.
2691. Orazio Schar* Fiorenlino, s. oben oraz f.