756 NI. Nr. 2430.
Seiten des Hauptes stehen die Monogramme flfS — XPS. H. 6 Z.9 L. Br. 3 Z. 11 L. Passavant No. 77.
Diese beiden Blätter kannte Bartsch nicht.
2430. Johann Nel oder Neil soll die Holzschnitte mit den ge-"MT Hl gebenen Zeichen gefertigt haben. P. van Stetten sprichtlM,./W,lfJ i n seiner Kunst- und Ilandwerksgeschicbte der ReichsstadtAugsburg S. 499 von einem Medailleur dieses Namens, welcher eineMedaille mit dem Bildnisse des Kaisers Carl V. gefertigt habo. Erwar vermuthlich Goldschmied, und mag als solcher auch das Schneid-messcr führen gelernt haben, ein positiver Beweis kann aber nichtgefunden werden. Der Monogrammist scheint in Augsburg gelebt HOhaben, es kommen aber auch in Münchener Druckwerken Blatter vonihm vor. Lipowski ist der Erste, welcher den Graveur J. Neil zumFormschneider macht, er spricht aber nur eine Vermuthung aus.
1) Das Bildniss des Herzogs Wilhelm V. von Bayern in Medaillonmit allegorischer Einlassung 1573, fol.
Dieses Blatt gehört zum Werke des Orlando di Lasso: Cantionumquas molelas nocant opus nomim. Monachii, Adam Berg 1673, fol.Auch das Titelblatt wird von diesem Meister herrühren.
2) Chronicon Andecense. Von dem Vrsprung, Herkommen,auffnemen im Geistlichen so wol als Welllichen und herrlichenStiftungen der Graten von Andechs, Deren alten grävenlichen Sitzund Schloss Andechs in Ober Bayern Augsburger Bisslhumbs derhailig Berg genannt etc. etc. München, A. Berg 15!)S, 4., dannMünchen durch Nicolaum Henricum M. DC. XL, 4. Dieses Buch istmit vielen Holzschnitten geziert. Auf der Rückseite des Blattes mitder Ansicht von Andex ist das Innere der alten durch Brand zu Grundegegangenen Kirche vorgestellt. Auf dem Altare steht die Monstranzemit den drei hl. Hostien von vier Heiligen umgeben. Zwei Engelhalten einen Baldachin darüber. Unten links ist das schief gestellteZeichen. II. !i Z. Br. 3 Z. 11 L.
Die Zeichnung schreibt man dem L. Cranach zu.
3) Jobann Rasscr's Postilla —. Dilingen 1001, fol.
Die Tlteleinfaseung stellt oben die Taute Christi, unten die Ver-klärung auf dem Tabor vor. In der Unken Leiste ist die Geburt unddie Auferstehung Christi, in der rechten das Pfingstfcst und die Himmel-fahrt Christi vorgestellt. Dieses Blatt ist mit dem ersten Zeichen ver-sehen , sowie das Wappen des Bischofs Johann Christoph von Baselauf der Rückseite des Titels.
4) Ürnaliis Eccleaiaslicvs — — Kirchen Geschmück. Das ist:Kurlzer Begriff der färnemli.ilen Dingen, damit ein jede recht und
wol zugerichte Kirchen geziert und aufgeblitzt seyn solle ------ '•
Durch Herrn Jacob Müllern — Lat. und Deutsch* München, A. Berg1001, 4.
Dieses Werk enthält viele gute Holzschnitte mit dem Zeichen.Es steht auch auf der Titclvignette mit dem Wappen des Bischofsund Pfalzgrafen Philipp von Regensburg in allegorischer Einfassungmit Figuren.
5) Darstellungen aus der Leidensgeschichte des Heilandes, nachZeichnungen von Virgil Solis. Sie gehören in ein Werk, dessenTitel uns unbekannt ist. In der Sammlung zu München liegen sieeinzeln vor.