Druckschrift 
4 (1871) IMM - SH
Entstehung
Seite
715
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MZ. Nr. MTB. ™

*) Die Tröstung des guten Engels. Er spricht dem Sterbenden in,und zeigt ihm das Thor zum rechten Weg. Mit diesem unbezeichnetenBlatte hat es dieselbe Bcwandtniss wie mit dem obigen.

Die folgenden Copien mit M Z halten die Bilderseite der xylo-graphischen Ars moriendi fest. Diese „Editio pnneeps" besteht in24 Blättern einseitigen Druckes, welche am Rücken zusammengeklebt»ind. Sie enthält 10 Bilder in Holztafeldruck mit starken Umrissenund doppelten Einfassungslinien. Auf dem ersten Blatte steht: Ar*Moriendi i Öuamuis serundü philosophu Tercto ethtcorum -

"pe miserabililer periclitätur. Die Bilder haben Ueberschniten, undauch in die Vorstellungeu ist Text geschnitten. Der Meister WZ liess^Ho Inschriften wck j

3) Die Versuchung im Glauben. Oben in der Mitte erfasst derTeufel das Betttuch des Sterbenden, und zwei andere leufel suchendenselben zu verwirren. Gott Vator, Christus und Maria stehen zurück-gezogen zu den Raupten des Lagers, drei Männer sind am Lager imGespräche begriffen, und am linken Rande steht ein Götze auf derSäule, vor welcher eiu König und eine Prinzessin kuieen. Die Com-positum ist dieselbe, wie in der alten Xylographie, nur fehlt links°nen in der Ecke der schwebende Teufel. Dieser Teufel ist in den?Päteren xylographischcn Ausgaben zu sehen, von der Gegenseite aberm der Ars moriendi ex va I riis scriptorü sentenlüs colteeta cußguris. S. a. et l. (um 1490). Die Säule mit dem Götzen steht rechts,und in der Ecko oben ist der Teufel. , .

Der Kupferstich des Exemplare« in Wien zeigt das gegenseitige Bild.„ 4) Der Trost durch den Glauben. Der Kranke horcht auf diew °rte des Engels, während die hässlichen Thiergestalten weichen.Gott Vater, Christus, Maria und die Schaar der Heiligen stehen links°nen hülfreich zur Seite.

Li der Copie von M Z ist nicht das Bild der alten Xylographiefestgehalten, sondern jenes der späteren etwas veränderten Ausgabe«er Ars moriendi. Der Engel steht links, im gegenseitigen Bilde des»lten Kupferstiches rechts. ■ '

S) Die Versuchung durch Verzweiflung. Der Sterbende liegt nachrechts im Bette, und wird durch die Vorstellung seiner Todsünden*Ur Verzweiflung gebracht. Teufel umstehen seiu Lager.

Diese Vorstellung ist nicht jene der alten Xylographie, sondern'n veränderter Zeichnung der späteren Ausgaben. Der unbezeichneteKupferstich ist von der Gegenseite. • i -m « „

„ 6) Der Trost eegen die Verzweiflung an der Barmherzigkeit Gottes.Der Engel zeigt dem Kranken die geretteten Sünder, den reuigen Petrus,die bügaende Magdalena, den gekreuzigten bussfertigen Schacher, den^uristenverfolger Saulus, und die Teufel verkriechen sich.

Dieses Bild ist nicht jenes der ersten xylographischen Ausgabe,sondern das gegenseitige der späteren Ausgaben. Der Schacher und•uer gestürzte Saulus sind links, während der alte Kupferstich die^»Position von einer andoren Seite gibt.

. 7) Die Versuchung durch die Ungeduld. Der Kranke stösst mituem Fusse eine der beiden Pflegerinnen von sich. Am Boden ist»eschirr bei der umgestürzten Bank, und die Magd entfernt sich mitö Peiso und Trank, während der Teufel herbeieilt.

, Die Composition ist jene der späteren Ausgaben der xylograpbi-

«cnen Ars moriendi von der Gegeuseite der alten Xylographie. Die

**ei Frauen sind links oben, deren eine der Kranke stösst. Der alte

Kupferstich gibt das Bild von der anderen Seite. Da» Mädchen mit

er Schüssel fehlt in der Editio prineeps.