MDVC-ME. Nr. 1784-1788. 547
stand ist aus dem Buche der Richter 19, 20 entnommen, gr. qn. fol.Er bearbeitete öfter einen ganzen Cyklus von Bildern, und die Kupfer-stiche darnach erschienen in Folgen unter eigenen Titeln. Am be-kanntesten ist die Folge der hl. Anachorctcn, und der hl. Einsied-jerinnen von J. und B. Sudeler, und letztere von A. Collacrt. Auch•n Copien sind diese Compositionen vorhanden. Sehr geschätzt ist auchdie Passion von 11 Wien, und dann die Bassion und die Marter derApostel von 11 (ioltzius. Im Künstler-Lexicon haben wir viele Blätternach M. de Vos verzeichnet
Wir müssen mich noch einen jüngeren Künstler dieses NamensUnterscheiden, den Sohn and Schüler unsere Meisten. Er wurde 1607111 die St. Lukas-Gilde zu Antwerpen aufgenommen. Der jüngere Martin
jäeVos hatte aber nach dem Maferbuche in Antwerpen (Liggere) schon1806 einen Schüler Namens Willem Bobrecht. Unter dem Jahre L60K,st ein Michiel Baetkens als Schüler eines Martin de Vos eingetragen,ohne Angabe, dass diess der jüngere Meister sei. Im Jahre 1007 wird"och der jüngere M. de Vos genannt, und es ist daher zweifelhaft,OD der ältere Martin de Vos 1608 gestorben sei, wie man angibt. Indiesem Jahre war er noch in voller Thätigkeit, wie das grosse Altar-werk im Museum zu Antwerpen schliesscn lässt.
1754. Martin Heemskerk, mit seinem Familiennamen ran Veen,k/l te<#v5> kommt oben schon zu wiederholten Malen vor, und
/nnueye- wir beschreiben daher nur den Kupferstich, auf welchemdie gegebenen Zeichen vorkommen, nämlich jene des M. Heemskerkund des Dirk van Cuerenhert. Dieses Blatt stellt eine Schlacht vor.Im Vordergrunde sitzt ein Kaiser auf dem reich gerüsteten l'l'erde, und•hm folgen mehrere Krieger zu Pferd. Rechts vorn auf einem Schildestehen die Künstlerzeichen mit dem voranstellenden Worte invenlor.In der Mitte unten ist die Jahrzahl 1529. II. 0 Z. Br. 8 Z. 8 L.
1755. Michael Endter, Buchhändler in Nürnberg in der ersteni Hälfte des 17. Jahrhunderts, bediente sich grösserer und klci-
V nerer Ilolzschnittvigncttcn mit Figuren, in welchen das Mono-gramm mit dem Motto: Respice finem et nun peccabts, vor-A/7 kommt. Endter hat wohl in Holz geschnitten, die Vignetten*-* sind nicht von Bedeutung.
1756. Unbekannter Kupferstecher oder Goldschmied, welcherKJT? um die Mitte des 10. Jahrhunderts thiilig war. Das Mono--TTli gramm findet man unten in der Mitte eines Blattes mit zweiPhantastischen Fischen, zwischen welchen ein Kindskopf mit KrauseJon Laubwerk eingestochen ist. Das Zeichen ist in einem lafelchen.«. 3 Z. 2 L. Br. 1 Z. 3 L.
1757. Der unbekannte Formschneider, welcher um 1548 thätigIV Tri war, ist unter II VE III. No. 1037 eingeführt, da das Mono-|Vt gramm aus diesen Buchstaben zu bestehen scheint. Bartsch
V - Lj IX. pag. 808, und X. tab. dos monogrammes No. 232 nimmt,*ßan, und wir glauben ebenfalls, dass das verkehrte MonogrammME II. No. 1078 demselben Meister angehöre. Das obige ZeichenKommt in einem Schilde vor, wie III. No. 1037 gegeben. Man findetPs auf einem grossen llolzschnittwerke in acht Blättern, welches dieNiederlage des Ilolol'enics vorstellt, II. 24 Z. 0 L. Br. 30 Z.
1758. Unbekannter Formschneider, welcher um 1848 thatig war.tut, Er ist wahrscheinlich Eine Person mit dem Monogrammistcn"^ II. No. 1798, dessen Zeichen Brulliot I. No 1708 ungenau gibt,
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